LesungenDas schwarze Brett 2Gottesdienste

Ferienaktionen @home in Radio Ostfriesland

Corona hat einiges angerichtet und ausgelöst- unter anderem auch in den Köpfen derjenigen, die tolle Angebote für Aktionen, Fortbildungen und Freizeitangebote in 2020 ausgeschrieben hatten. Denn sie mussten und müssen jetzt damit umgehen, dass es keine Zeltlager, keine Sommerfreizeiten, keine Radtour nach Hildesheim etc. geben wird. Was tun? Aufgeben, den Kopf in den Sand stecken, die Kiddies und Jugendlichen sich selbst überlassen? Keineswegs. Im Gegenteil - das Ganze rief ungeheure Energien wach und sorgte und sorgt für kreative Ersatzmöglichkeiten "@home"! Wer darüber mehr hören will, kann am Samstag in der Sendung "um Gottes willen" (von 8:05-9:00 Uhr) den Dekanatsjugendreferenten Annabell NIelen und Dennis Pahl begegnen, sowie der ehrenamtlich engagierten Maggie Schirrmann und Pastor Risse. Sie berichten, wie sie die Angebote auf digital umgestellt haben, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben und was für die Zukunft eine Errungenschaft bleibt. Also: einfach mal reinhören!

Ich doch nicht. Oder vielleicht doch?

Rassistische Denkmuster verfolgen nicht immer eine böse Absicht

Was bedeutet es eigentlich, weiß zu sein? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt?
Ich lange nicht. Ich habe helle Haut und bin anfällig für Sonnenbrand, ja. Aber was es für meine Identität bedeutet, dass ich weiß bin, darüber habe ich erst mit zwanzig angefangen nachzudenken, als ich in Chile lebte. Dort war ich nie nur ein junges Mädchen mit weißer Haut, sondern wurde gleichzeitig immer als jemand gesehen, die in einem reichen Stadtviertel wohnt, eine gute Ausbildung genossen hat, die wohlhabend ist.
Wir alle verknüpfen das Aussehen von Menschen mit bestimmten Charaktereigenschaften. Dessen muss sich jede*r von uns bewusst werden und sich fragen, welche Konsequenzen es hat, wenn man Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kategorisiert – und oftmals auch wertet.
Denn was bedeutet es eigentlich, nicht-weiß zu sein, hier in Deutschland?
Man wird zum Beispiel als Nicht-Weißer schon mal öfter gefragt, woher man kommt. Antwortet man dann z.B. aus Dechsendorf, ist das Gegenüber oftmals nicht zufrieden und hakt noch mal nach mit einem: Und woher wirklich, also ursprünglich? Am besten sollte der nicht-weiße Mensch dann gleich seine/ihre Familiengeschichte der letzten drei Generationen erzählen. Aber möchte er/sie das?
Rassismus braucht keine böse Absicht als Grundlage. Aber auch eine unbedarfte Handlung kann eine rassistische Wirkung haben.Wenn man Rassismus immer nur als das Böse betrachtet, das nichts mit einem selbst zu tun hat, reflektiert man nie die eigenen Denkmuster. Genau das ist aber unsere Pflicht. Denn es ist nicht nur die Aufgabe von Menschen, die von Rassismus betroffen sind, sich damit zu beschäftigen. Es ist die Pflicht von uns allen.

Carina Harbeuther, Flüchtlingsbeauftragte des evang.-luth. Dekanats Erlangen & Studienleiterin bildung evangelisch in Europa e.V., In: Pfarrbriefservice.de Bild. Pixabay

 

 

"Dein Herz lebe auf!" - Bibelauslegungen der deutschen Bischöfe als Buch

"Dein Herz lebe auf!" So heißt ein neues Buch, in dem 23 deutsche Bischöfe in der Corona-Pandemie tröstende Bibelstellen auslegen. Nach Auffassung des Initiators und Herausgebers, des Osnabrückers Bischof Franz-Josef Bode, bietet die Bibel bietet während Corona die besten Punkte zum Festhalten und Getröstet-werden. Bode verweist auf die oft nicht wahrgenommene große Rolle der Kirche während Corona und erklärt, wie das Projekt zustande kam und warum nicht alle Oberhirten sich an dem Buch beteiligt haben. Hoffnung und Trost in der Corona-Krise zu vermitteln -das war die Motivation eines Großteils der deutschen Bischöfe zu diesem Buch, in dem Bibelstellen ausgelegt werden. Dazu sei gerade jetzt die richtige Zeit.
Das Buch:Franz-Josef Bode (Hrsg.): Dein Herz lebe auf! Tröstende Bibeltexte erschlossen für schwere Zeiten. Stuttgart: Katholische Bibelanstalt, 256 Seiten, 18,95 Euro.

Macht!

Letzte Woche fand ein digitaler Fachtagung zum Thema "Macht" statt. Dieses ist eines der vier Forumsthemen auf dem "synodalen Weg" und mit Sicherheit eines der schwersten Projekte, denn Macht zeigt sich oft nicht offen, sondern subtil. Pater Stephan Kiechle SJ hielt einen einführenden Vortrag, danach ging es in Chatgruppen in die Diskussion und dann zurück ins digitale Plenum. Ein spannendes Projekt, zu dem ein Artikel von Ricarda Menne passt, der kurz davor in www.katholisch.de veröffentlicht war:

"Dienst" oder Befreiungstat? Wir brauchen eine Theologie der Macht
Üben kirchliche Amtsträger wirklich nur einen "Dienst" aus, wie oft behauptet wird? Ricarda Menne glaubt nicht, dass Macht dadurch weniger wird, dass man sie leugnet. Sie fordert von der Kirche eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Problem.
"Nimm hin diese mit drei Kronen geschmückte Tiara und wisse, dass du bist der Vater der Fürsten und Könige, Lenker des Erdkreises, auf Erden Stellvertreter unseres Erlösers Jesus Christus." Paul VI. war der letzte Papst, der diese Worte am 30. Juni 1963 bei seiner Krönung mit der Tiara hörte. Ein Jahr später legte er dieses Metall gewordene Symbol päpstlicher Macht ab – ein souveräner Machtverzicht aus freien Stücken.
Weltliche Macht hat die Kirche weitestgehend verloren. Einen Teil ihrer geistlichen Macht hat sie mit der Anerkennung der Religions- und Gewissensfreiheit im Zweiten Vatikanischen Konzil freiwillig hergegeben. Doch das Kapitel "Kirche und Macht" muss fortgeschrieben werden:
Die Macht der Amtsträger wird heutzutage gerne als "Dienst" verbrämt. Aber Macht wird nicht dadurch weniger, dass man leugnet, sie zu haben. Im Gegenteil: „"Die Tabuisierung von Machtverhältnissen ist zugleich ein Kennzeichen von deren Stabilität", schreibt der Soziologe Stephen Turner.
Die beständigen Aufrufe zur Neu-Evangelisierung hinterlassen bei allem, was daran richtig und wichtig ist, das Gefühl, dass dringend notwendige Reformen der verkrusteten Strukturen "wegspiritualisiert" werden (sollen). Das ändert aber nichts am status quo mit ungleicher Machtverteilung und intransparenten Machtstrukturen.
BefürworterInnen der Frauenordination bekommen oft zu hören, dass es den Frauen doch nur um Macht ginge – und in der Kirche gehe es doch nicht um Macht! Ob man das einem angehenden Priester auch so sagen würde? Vermutlich nicht.
Wie anders hingegen der Gebrauch des Wortes "Macht" in der Bibel: Da ist die Rede von der starken Hand und dem ausgestreckten Arm Gottes, der sein Volk in die Freiheit führt (vgl. Dtn 5,15). Maria jubelt im Magnifikat: "der Mächtige hat Großes an mir getan […] er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen" (Lk 1,46-55). Und die Zeitgenossen staunen über Jesus, "denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat" (Mk, 1,22).
Macht als Befreiungstat, als Wiederherstellung von Recht und Gerechtigkeit, als Ermöglichung und Ermutigung – oder neudeutsch: als empowerment. Die Kirche und die Menschen brauchen eine differenzierte und biblisch begründete Theologie und "Theopraxie" der Macht.    
                                                                                                          Text: Ricarda Menne Bild: pixabay

Kirchenstatistik zeigt wachsende Entfremdung von kirchlicher Tradition

Einen signifikanten Anstieg der Kirchenaustrittszahlen hat das Bistum Osnabrück für das vergangene Jahr zu verzeichnen: Insgesamt traten rund 5.200 Katholiken aus der Kirche aus, das sind 1.600 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie aus der jetzt vorgelegten Bistumsstatistik 2019 hervorgeht, zählt das Bistum rund 547.000 Katholiken, 6.000 weniger als im Vorjahr. Knapp zehn Prozent der Katholiken besuchen die Sonntagsgottesdienste.

Vergleichsweise wenige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es bei der Zahl der Taufen (4.196) und der Erstkommunionen (4.330), die sich jeweils um gut 140 gegenüber 2018 verringert haben. Rückläufig ist mit 914 auch die Zahl der kirchlichen Trauungen, die im Jahr davor noch bei 983 lag. Nur wenig geändert hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl der kirchlichen Bestattungen: Sie liegt seit über 20 Jahren bei mehr oder weniger 5.000 (2019: 4.979).

Der sprunghafte Anstieg der Kirchenaustrittszahlen ist nach den Worten von Generalvikar Theo Paul eine „sehr schmerzliche Entwicklung“. Viele Menschen seien vor allem durch den Missbrauchsskandal tief erschüttert. Es seien auf allen Ebenen vertrauensbildende Initiativen und Anstrengungen notwendig, um Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen. Offenheit, Transparenz und Reformwille sind dabei laut Paul unerlässliche Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Insbesondere für die Amts- und Funktionsträger bedeute das eine entscheidende Herausforderung.

Bild: Martina Gahbauer in pfarrbriefservice.de   Text Pressestelle des Bistums

Kfd: Frauen sind für Kirche "systemrelevant"

Seit einem Jahr geistert ein purpurnes Kreuz durch die sozialen Netzwerke – Symbol für die Forderung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, auch Frauen zu Priestern zu weihen. Durch Corona fühlt sich der Verband darin noch weiter gestärkt.

Düsseldorf - 15.06.2020
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sieht Frauen für die Kirche als "systemrelevant". Gerade in der Corona-Krise habe sich gezeigt, dass Frauen das kirchliche Leben nicht nur "prägen, sondern entscheidend mittragen", sagte die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil am Montag in Düsseldorf. Deswegen bekräftigt der Frauenverband auch in der Pandemie weiterhin seine Forderung, Frauen zu Diakoninnen oder Priesterinnen zu weihen. "Wir Frauen wollen der Kirche nicht nur dienen, sondern auch Verantwortung und Macht übernehmen", so Heil. Dazu setze der Verband große Hoffnungen auf den "Synodalen Weg", dem aktuellen Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.
Als Beispiel für das Engagement von Frauen in der Corona-Krise nannte Heil die Einladung zu virtuellen Gebetsketten sowie die Aufzeichnung von Videogottesdiensten. Zum Tag der Apostelin Junia Mitte Mai hätten zudem zwölf Geistliche Leiterinnen und Begleiterinnen der kfd zum ersten bundesweiten Predigerinnentag des Frauenverbands Predigten gehalten – einige davon sogar in einer Eucharistiefeier.
Heil äußerte sich aus Anlass der Verabschiedung des kfd-Positionspapiers "gleich und gleichberechtigt" vor einem Jahr. Darin wird erstmals der Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der katholischen Kirche gefordert, also auch zum Priesteramt. Als Symbol dafür führte die kfd damals ein purpurfarbenes Kreuz ein. Es erinnert an Lydia, die erste europäische Christin. Sie war eine selbstbewusste Frau und Purpurhändlerin, die Farbe zu ihren Lebzeiten ein kostbares Statussymbol. "Wir knüpfen damit an die Würde an, für die diese Farbe bei hohen Amtsträgern in der katholischen Kirche steht, und wollen ausdrücken: Wir haben von Gott dieselbe Würde verliehen bekommen, da steht es keinem Menschen zu, uns Berufungen und Eignungen abzusprechen, nur, weil wir Frauen sind", so Heil. Das purpurfarbene Kreuz findet nach Angaben der kfd-Vorsitzenden inzwischen immer weitere Verbreitung. So sei es etwa in den sozialen Medien in vielen Beiträgen zu finden. Bei einer Unterschriftensammlung sprachen sich zudem rund 130.000 Unterzeichner für eine geschlechtergerechte Kirche aus. (gho)  (Bild und Artikel aus www.katholisch.de)

Mensch ist Mensch

Videoaktion der Katholischen Jugend Ostfriesland

Überall gibt es aufflammenden Proterst gegen Rassismus, auch gegen den, der als solcher gar nicht wahrgenommen wird und sich hinter angeblich normalem Verhalten versteckt. Das geht es nicht nur um ein profiling bei polizeilichen Kontrollen, das sich vor allem von äußerlichen Merkmalen wie dunklerer Haut und Haarfarbe leiten lässt, es geht auch um unbedachte Äußerungen und Situationen, in denen Menschen, die etwas anders sind, immer erklären müssen. Die katholische Jugend Ostfriesland startet deshalb ihr klassisches "Gebet der Jugend" am nächsten Sonntag mit einer besonderen Aktion: Per Video werden Jugendliche - und vielleicht auch Ältere- aus dem ganzen Dekanat ein Licht anzünden gegen Rassismus. Es soll eine virtuelle Lichterkette entstehen, in der sich möglichst viele verbinden und dafür streiten, dass "Mensch Mensch ist" . Auf den sozialen Medien wie Instagramm etc. ist diese Aktion dann zu sehen. Eine super Idee in Corona-Zeiten!

Große Personalveränderungen in Osnabrück



Daniela Engelhard (55), seit 2002 Leiterin des Bischöflichen Seelsorgeamtes in Osnabrück, wechselt zum Februar nächsten Jahres in die Leitung des Osnabrücker „Forums am Dom“. Das Informations- und Begegnungszentrum des Bistums mit zahlreichen Serviceangeboten veranstaltet u.a. Ausstellungen, Dialogforen und Podiumsdiskussionen. Dessen bisheriger Leiter, Pastoralreferent Martin Bruns (60), wechselt ab November zum „AtriumKirche“, einer vergleichbaren Einrichtung im Bremer Schnoorviertel. Bruns war bereits von 2002 bis 2006 mit dem Aufbau einer City-Seelsorge in Bremen beauftragt. Die Leitung des Osnabrücker Seelsorgeamtes übernehmen in der Nachfolge von Engelhard ab Dezember Martina Kreidler-Kos und Bruno Krenzel (Bilder siehe unten).



Daniela Engelhard war 2002 als Seelsorgeamtsleiterin unter den deutschen Bistümern eine der ersten Frauen in einer Führungsposition. Die promovierte Theologin ist seit 2007 auch als Beraterin verschiedener Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz und aktuell des Synodalen Weges tätig. Ihre Nachfolgerin, die Theologin Dr. Martina Kreidler-Kos (52), ist zurzeit Leiterin des Fachbereichs „Lebenswelten“ und Referentin für die Familienseelsorge im Bistum. Sie ist zudem als Beraterin der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz und des Synodalen Weges tätig. Die Leitung des Seelsorgeamtes wird sie zusammen mit dem Theologen Bruno Krenzel (51) übernehmen, der dort zurzeit stellvertretender Leiter ist, den Fachbereich „Glaubensräume“ leitet und für die Geschäftsführung zuständig ist. Das Seelsorgeamt ist mit rund 60 Beschäftigten die größte Abteilung im Bischöflichen Generalvikariat. Das Seelsorgeamt unterstützt beispielsweise die seelsorgliche Arbeit in den Kirchengemeinden, Einrichtungen und im Jugendbereich durch Aus- und Fortbildung sowie Beratung.                     Bilder und Text: Herrmann Haarmann, Pressestelle des Bistums

 

Gemeindehäuser, Pfarrbüros etc. dürfen wieder geöffnet werden

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln können entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den Pfarrheimen gemeindeeigene Veranstaltungen wieder stattfinden. Es gilt weiter ein Zutrittsverbot für Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen und/oder grippeähnlichen Symptomen sowie an Covid19 erkrankten Personen bzw. Personen, die Symptome einer Covid19-Erkrankrung aufweisen. Eine Nutzung der Pfarrheime durch Dritte (z. B. Kindertagesstätten, andere selbstständige Einrichtungen, sonstige nicht kirchliche Vereine/Verbände) ist möglich, soweit die landesrechtlichen Rahmenbedingungen dieses zulassen und die Hygienekonzepte eingehalten werden. Nähere Einzelheiten hierzu, zur zwingenden Vereinbarung eines Hygienekonzepts und auch zur Öffnung der Pfarrbüros finden Sie vor Ort.

Pfingstzeltlager @home - real und virtuell zugleich

Corona hat auch das beliebte und bereits seit vielen Jahren stattfindende Pfingstzeltlager der Kath. Jugend Ostfriesland (KJO) aus dem Tritt gebracht.
Aber es ist nicht ganz ausgefallen, sondern ist „@home“ organisiert worden. Sebastian (8 Jahre) und Tobias (10) Jahre) aus Emden scheint das durchaus zu gefallen. Nachfolgend der Bericht der KJO über einen neuen Weg und neue Erfahrungen in besonderen Zeiten:

Zeltlager@home>

Aurich. Das Pfingstzeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland (KJO) hat dieses Jahr stattgefunden. Aber nicht so wie man es üblicherweise kennt. Dieses Jahr hieß es online, statt real life – Zelten im eignen Garten.
Das Zeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland hat dieses Jahr online stattgefunden. Die 30 Teilnehmer*innen und 17 Teamer*innen haben sich nicht von der Corona-Pandemie unterkriegen lassen und das Lager nicht abgesagt. Stattdessen haben sie ein Zeltlager@home ins Leben gerufen. Ihre Zelte haben die Teilnehmenden anstatt auf dem geplanten Zeltplatz in Werpeloh im Emsland, im heimischen Garten aufgestellt. Zuvor haben die Teamer des Zeltlagers für jeden teilnehmenden Haushalt Materialkisten zusammengestellt und diese mithilfe des KJO-Taxiservice vor die Haustüren der Kinder gestellt. Der Rest verlief online.
Am Freitag vor Pfingsten schalteten sich die Teilnehmer*innen und Teamer*innen in die erste Videokonferenz. Feierlich ist dann das KJO-Banner gehisst worden, genau wie im echten Lager, nur dass eben jeder bei sich zu Hause war. Am Abend ist sogar ein Lagerfeuer gezündet worden, das konnten die Kinder dann anschließend im Live-Stream auf Instagram verfolgen. Und natürlich durften Spiele wie der Montagsmaler und das Gesellschaftsspiel Werwolf auch nicht fehlen – denn die funktionieren online genauso gut. Anstatt actionreichen Nächten und Gesprächen mit den Freunden, die bis zum Morgengrauen anhalten, gab es bei dem diesjährigen Zeltlager ruhige und entspannte Nächte im heimischen Garten.
Für die nächsten Tage hatten sich die Teamer*innen im Vorhinein einiges einfallen lassen. Nach der ersten Nacht fand für die Kinder eine Rallye@home stattgefunden. Dabei mussten sie zum Beispiel alle Klopapierrollen im Haus zählen, ein Glas Wasser auf Schnelligkeit trinken oder Tauziehen gegen ein Familienmitglied spielen. Wie auch während der restlichen Zeltlager@home-Zeit, durften die Kinder bei den Challenges stets selbst entscheiden, ob sie ihre Webcam an oder aus lassen wollten.
Neben einer Rallye durften zahlreiche Workshops natürlich auch nicht fehlen. Alle Materialien, um sich zum Beispiel ein Portemonnaie aus Tetrapaks zu basteln oder Cappies zu bemalen, haben die Kinder in den vorgepackten Materialkisten gefunden. Wie jedes Jahr wurden außerdem Freundschaftsbänder geknüpft und eine selbst gemachte Kopfbedeckung aus Papier gebastelt. Die Anleitungen zu den jeweiligen Workshops lagen in den Kisten. Außerdem haben die Teamer einige Tage vorher die Bastelanleitung vorgefilmt und sie auf YouTube hochgeladen. Da konnten sich die Kinder beispielsweise anschauen, wie eine künstliche Fackel gebaut wird und es mit dem vorhandenen Material nachmachen.
Am Pfingstsonntag schaltete sich dann auch Dekanatsjugendseelsorger Carl B. Hack in der Videokonferenz zu. Während er mit Dekanatsjugendreferent Dennis Pahl im Jugendbüro der katholischen Jugend Ostfriesland in Aurich gesessen hat, hielt er für alle Teilnehmenden einen Gottesdienst ab. Dabei durfte das gemeinsame Singen natürlich auch nicht fehlen. Während einer der Teamer die Melodie zum Klassiker „Da berühren sich Himmel und Erde“ auf der Gitarre gespielt hat, konnten alle anderen hinter ihren Bildschirmen mitsingen und die dazugehörigen Tanzfiguren mitmachen. Nach einer weiteren Nacht im Zelt hat das Zeltlager@home dann seinen Abschluss gefunden.
Dennis Pahl betonte nach dem diesjährigen Pfingstzeltlager, wie großartig das diesjährige und mal ganz andere Zeltlager funktioniert hat. „Einfach genial, wie die Technik zulässt, dass alle das Gefühl entwickeln konnten, als wenn sie in Werpeloh auf dem Zeltplatz rund um das Lagerfeuer säßen.“ Auch die Teilnehmer*innen waren begeistert. „Es hat Spaß gemacht“, sagten einige. Dennoch freuen sich alle Kinder und Teamer*innen, wenn es nächstes Jahr in live wieder richtig rund gehen kann.Dieses Zeltlager@home wurde im Rahmen des Förderprogramms Generation³ aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesund und Gleichstellung unterstützt. Die KJO plant im Sommer auch ihre Sommerfreizeit ähnlich und im September eine Online-Fortbildung.

 

Eine Botschaft der leeren Kirchen?

Die Kirche soll sich nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, weniger um sich selbst und ihre eigene Existenz sorgen. Vielmehr solle sie sich fragen, für wen sie da sei und mit wem sie Prozesse gestalten könne, "die das Leben menschenwürdig und gottwürdig machen", sagte er den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse (Sonntag) in Osnabrück.

"Ich denke in diesen Tagen oft darüber nach, was die Botschaft der leeren Kirchen ist, die uns Corona gebracht hat - auch jetzt, wo es nur einer kleinen Gruppe von Menschen möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern", so Bätzing. Dieses Bild komme der biblischen Erzählung von Pfingsten sehr nahe, in der "eine ängstliche, kleine Gruppe der Jüngerinnen und Jünger" drinnen hinter verschlossenen Türen sitze. "Aber der Herr ist niemand, der sich in geschlossenen Räumen aufhält, sondern der immer unter den Menschen ist", sagte der Bischof von Limburg und fügte hinzu: "Da gehört die Kirche hin."

Teilnehmen an den Entscheidungsfindungen des synodalen Weges

Die erste Vollversammlung des synodalen Wegs hat im Januar stattgefunden. Vier Foren, nämlich: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am „Priesterliche Existenz heute“
- „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und  „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ sind gesetzt und werden bis zur zweiten Plenumsversammlung im September von den jeweiligen Arbeitsgruppen diskutiert und in Beschlussvorlagen gebündelt. Zum Forum 3, "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche" erreichte uns das Anschreiben einer Synodenteilnehmerin, in der sie um Mithilfe und Auskünfte bat. Es ist gut, wenn wir alle nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer des "Synodalen Wegs" sind, sondern aktiv daran teilnehmen. Hier der Wortlaut des Anschreibens und die Kontaktmöglichkeiten:
Mail von Sr. Philippa – Berufung/ Geschlechtergerechte Kirche vom 04.05.2020
Liebe engagierte Frauen und Männer,
denen wie mir das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche am Herzen liegt!
Hiermit komme ich mit folgendem Anliegen auf Sie zu und möchte Sie um Ihre Mithilfe bitten. Hintergrund: Ich bin Delegierte beim Synodalen Weg und wurde als solche in das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ gewählt. Nun arbeite ich mit in einer Untergruppe, die sich mit der theologischen Argumentation im Blick auf die Teilhabe von Frauen am sakramentalen Ordo – Diakonat und weitere Ämter – befasst. Wichtige Stichworte sind in diesem Zusammenhang: neue Ämterstruktur - diakonische Kirche und diakonische Ämter sui generis– die pneumatologische Dimension der Kirche – charismenorientierte Zugänge zu Ämtern und Diensten u.v.m.
Ganz wichtig ist mir und anderen in diesem Zusammenhang das Thema Berufung. Deshalb bin ich auf der Suche nach persönlichen Lebenszeugnissen von Frauen, die sich in Vergangenheit und Gegenwart zum Diakoninnen- und zum Priesterinnenamt berufen fühlten und fühlen und ihre Berufung aus bekannten Gründen nicht leben konnten und können. Wären Sie wohl selber bereit, auf maximal einer Seite Ihre Berufungsgeschichte zu schildern und auch darüber zu berichten, für welche Alternative Sie sich dann warum entschieden haben? Auch darüber vielleicht, was die unerfüllte Sehnsucht in Ihnen bewirkt hat und vielleicht immer noch an Spuren in Ihnen hinterlässt? Und/oder würden Sie meine mail an interessierte Frauen weitergeben?
Mein Ziel ist es dabei zunächst einmal, der „Männerkirche“, aber auch vielen Frauen, die das Thema „gleicher Zugang für alle zu Diensten und Ämtern der Kirche“ immer noch als „Machthunger aufmüpfiger Frauen“ diffamieren, vor Augen zu führen, welches Potential an Berufungen, an Geistkraft, an Charismen der Kirche und den Gläubigen vorenthalten über viele Jahrhunderte wurde und immer noch wird. Ich möchte zum Nachdenken anregen, ja, auch Erschütterung auslösen und ein Bewusstsein dafür erzeugen, wie überfällig eine Kursänderung und Erneuerung in dieser Frage ist.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mitmachen würden. Gerne auch anonym, wenn Ihnen dies notwendig erscheint. Diskretion von meiner Seite her sage ich Ihnen hier selbstverständlich zu. Ihre Texte werden ausschließlich in unserer Untergruppe des Synodalen Frauenforums als Grundlage zum Thema Berufung verwendet.
Falls Sie sich beteiligen möchten, wäre ich für eine zeitnahe Antwort sehr dankbar.
Ihre Sr. Philippa Rath OSB
Abtei St. Hildegard 65385 Rüdesheim am Rhein 06722/499-143 0176/11499143
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Mensch Bischof Bode

Interessiert Sie, was unser Bischof so über manche Themen denkt, was er gerne isst oder trinkt, was er tun würde, wenn er mal einen Tag Papst wäre, was er auch noch hätte werden können außer Priester und dann Bischof....Freimütig und sympathisch berichtet unser Bischof aus seinem Leben, zeigt sich als jemand, der geerdet ist und bleibt, weil er immer schon und immer noch beste Kontakte zu "normalen" Familien und Freunden hat. Wir kennen ihn in unserem Dekanat auch als jemanden, der auf Menschen zugeht, sich nicht bloß oberflächlich interessiert, der nicht verschwurbelt redet, sondern sagt, was er denkt. Danke für dieses Video!

Wenn Sie auf das Bild klicken, werden Sie auf den zusammenfassenden Artikel in www.katholisch.de umgeleitet. In diesem befindet sich dann das nebenstehende Bild mit dem Video, das Sie ebenfalls nochmal anklicken müssen und das dann nach einem Moment automatisch anläuft.

 

 

Sonnenaufgang mit unscharfem Bibelzitat
Motiv für Ökumenischen Kirchentag 2021 steht fest

Wegen der Corona-Pandemie wurden nahezu alle Großveranstaltungen in nächster Zeit abgesagt. Die Planungen für den Ökumenischen Kirchentag 2021 dagegen laufen weiter: Gestern, am 15.4. wurde in Frankfurt das neue Kampagnenmotiv vorgestellt – mit Bezug zur aktuellen Situation.

Eine Art Sonnenaufgang hinter der Aufforderung "schaut hin": Mit diesem Motiv präsentiert sich der bundesweite Ökumenische Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main künftig in einer Werbekampagne. Nach Angaben der Veranstalter soll das Großereignis, zu dem im Mai kommenden Jahres mehr als 100.000 Besucher erwartet werden, trotz der derzeitigen Corona-Krise wie geplant stattfinden. "Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr wieder Großveranstaltungen möglich sein werden", sagte der katholische Präsident des Ökumenischen Kirchentages (ÖKT), Thomas Sternberg, am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz zur Vorstellung der Werbekampagne....
Das Kampagnenmotiv zeigt das Leitwort des Kirchentages "schaut hin" unscharf vor einem Hintergrund, der in seinem Farbverlauf von Dunkelblau bis pfirsichfarben an einen Sonnenaufgang erinnern soll. Limperg sprach von einem "echten Hingucker", weil das Motiv zunächst irritiere. "Wer hinschaut, schaut zwei Mal hin und versucht automatisch scharf zu stellen."

KIBO kostenlos als e-paper

Ein besonderes Angebot macht der Kirchenbote seinen Lesern und allen Interessierten während der Corona-Krise: man kann ihn kostenlos lesen, also auch dann, wenn man nicht Abonnent der gedruckten Ausgabe ist. So wird die Verbindung mit dem Bistum un der Weltkirche gewahrt- ein schönes Zeichen!
Hier der Link zur Ausgabe, in dem die Vorgehensweise dazu beschrieben wird:

https://www.kirchenbote.de/kostenlos-der-corona-krise

Das Evangelium von heute - Tagesimpuls der Erzabtei Beuron

Wenn Gottesdienste, Andachten und Zusammenkünfte vorläufig nicht mehr stattfinden können, ist es ein Verlust, aber nicht das Ende von Kirche. Es gibt viele Ideen und Initiativen, die über die sozialen Medien alternative Formen von Spiritualität anbieten. Dazu gibt es über die streaming-Dienst Gottesdienstüber-tragungen, so jeden Sonntag um 11.00 Uhr und werktags um 19.00 Uhr mit unserem Bischof aus unserem Dom in Osnabrück. Zum Mitfeiern die Adresse: www.bistum-osnabrueck.de
Für die tägliche Einkehr empfiehlt sich u.a. ein Blick auf die Tagestexte des Schott. Auf den Internet-Seiten der Erzabtei Beuron finden Sie für jeden Tag das Tagesevangelium, die Lesungen sowie die entsprechenden liturgischen Gebete. So lässt sich leicht eine eigene Andacht mit den jeweiligen Texten des Tages zusammenstellen und feiern. Hier der direkte Link: https://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.htmlTagesimpuls

Empfehlenswert sind auch die Angebote der Jesuiten in Frankfurt unter der Adresse: https://www.jesuiten.org/news/wie-sie-am-sonntag-gottesdienst-feiern-koennen
bietet einen wöchentlichen Vorschlag für einen Hausgottesdienst

 

Beratungs- und  Gesprächsangebot der Caritas Ostfriesland

Viele persönliche Kontakte sind in diesen Zeiten nicht möglich oder erschwert.Das ist besonders schlimm, wenn Menschen HIlfe und Rat suchen. Gemeinden und auch das Bistum bieten telefonische Hilfe an, und so auch jetzt die Caritas Ostfriesland mit ihre Fachpersonal. Die Geschäftsführerin, Steffi Holle, ließ der Redaktion folgende  Mitteilung zukommen:
Der Caritasverband steht zur telefonischen Beratung für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung!
Melden Sie sich, wenn Sie in Not geraten oder einfach ein persönliches Gespräch benötigen.
Täglich erreichen Sie uns in der Zeit von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr.
Menschen aus dem Landkreis Aurich, dem Landkreis Wittmund und der Stadt Emden können sich unter der Nummer 04941/69833716 melden.
Menschen aus dem Landkreis Leer können sich unter folgender Nummer 0491/9279560 melden.

Stellungnahme des Katholikenrates im Bistum Osnabrück zum Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche

Die Frage nach dem Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche ist für die Zukunftsfähigkeit der Kirche von entscheidender Bedeutung und hoher Dringlichkeit. Das gilt auch angesichts der jüngsten Aussagen in dem apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“. Diese wichtige Frage wird beim Synodalen Weg eine große Rolle spielen und muss dort unvoreingenommen und ergebnisoffen beraten werden.
Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern sind Menschenrechte und in unserer Gesellschaft verfassungsmäßig verankert. Unbestritten ist auch, dass Frau und Mann vor Gott die gleiche Würde haben. Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass die katholische Kirche Frauen die gleichen Rechte abspricht und sie so durch derzeit bestehende Strukturen ausgrenzt.
Frauen gestalten das kirchliche Leben in Gemeinden und katholischen Verbänden maßgeblich mit. Deutlich mehr Frauen als Männer sind in Pfarrgemeinderäten, der Katechese, im Religionsunterricht, der familiären Glaubensvermittlung und der Diakonie und Caritas tätig. Auch in den Hauptamtlichen-Teams der Pfarreien ist der Frauenanteil groß, wie z.B. in den Berufsgruppen der Gemeinde- und Pastoralreferent*innen.
Auf allen kirchlichen Organisationsebenen, in den Caritasverbänden mit ihren angeschlossenen Fachverbänden, in den katholischen Beratungs-, Pflege- und Krankenhaus-Einrichtungen, in den Stiftungsschulen, in der Seelsorge und der Verwaltung sowie in katholischen Vereinen und Verbänden - übernehmen Frauen Verantwortung. Dort jedoch, wo die Übernahme von Verantwortung an das Weiheamt gebunden ist, sind Frauen aufgrund ihres Geschlechtes ausgegrenzt, und dadurch werden ihre Kompetenzen nicht genutzt.
Bischof Dr. Franz-Josef Bode setzt sich als Vorsitzender der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz seit Jahren für eine Stärkung der Rolle der Frauen in der Kirche ein. Ihm ist es ein Anliegen, innovative Wege in unserem Bistum zu gehen. Im letzten Jahr wurde die Gemeindeleitung durch hauptamtliche Laien im Bistum Osnabrück nach Canon 517, §2 des
Kirchenrechts eingeführt. Diese Regelung ermöglicht, dass erstmals Frauen die Leitung von Pfarrgemeinden im Bistum Osnabrück übernehmen können. Als Katholikenrat befürworten wir eine Ausweitung dieses Modells auf weitere Pfarreien/Pfarreiengemeinschaften.
Wir unterstützen die engagierten Bemühungen, die „Kirche der Beteiligung“ in unserem Bistum weiter umzusetzen und damit Frauen und Männer zunehmend in die Gestaltung von Kirche einzubeziehen.
Alle Christinnen und Christen sind aufgrund ihrer Taufe dazu berufen, Zeugnis für das Evangelium zu geben. Wir sprechen uns für Beauftragungen von befähigten Laien zur Predigt, zur Taufspendung, Eheschließungsassistenz, zum Krankensegen und zum Beerdigungsdienst aus.
Kooperative, gleichberechtigte Leitungsmodelle, in denen Frauen und Männer, Kleriker und Laien gemeinsam Verantwortung übernehmen, sichern eine gerechte Verteilung von Macht.
Im Wissen um die lehramtlichen Aussagen in dieser Frage 1 setzen wir uns als Katholikenrat dennoch ein für einen gleichberechtigten Zugang von Frauen und Männern zu allen kirchlichen Diensten und Ämtern bis hin zu den Weiheämtern. Wir beziehen uns dabei auf die „Osnabrücker Thesen“, die formulieren, dass „nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern begründungspflichtig ist, sondern deren Ausschluss“.2
Die Frage des Zugangs von Frauen hat auch eine starke ökumenische Relevanz. Sie betrifft alle Generationen, wobei mutige Entscheidungen vor allem für die Zukunft der jungen Generation in einer glaubwürdigen Kirche notwendig sind.
Georgmarienhütte, 7. 3. 2020
Vollversammlung des Katholikenrates

1 Apostolisches Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ , Papst Johannes Paul II., 22.05 1994
2 „Frauen in kirchlichen Ämtern, Reformbewegungen in der Ökumene“, Osnabrücker Thesen, 09.12.2017https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/OSNABRUeCKER-THESEN

Ostfriesen-Zeitung an kirchlichen Themen interessiert

Gespräch zwischen Chefredaktion und Vertretern der Kirchen in Ostfriesland
Die „Gedanken zum Sonntag“, die Mitte Januar zum letzten Mal in der Ostfriesen-Zeitung erschienen sind, werden trotz einiger Einwände nicht wieder belebt. Das erfuhren Vertreter ostfriesischer Kirchen am 25. Februar im Gespräch mit der OZ-Chefredaktion. Positiv nahmen sie zur Kenntnis, dass seitens der OZ großes Interesse daran bestehe, kirchliche Themen in der Zeitung zu haben. Verabredet wurde, sich etwa halbjährlich zu treffen. Die nächste Zusammenkunft soll nach den Sommerferien in der Superintendentur des Kirchenkreises Emden-Leer sein.
Beteiligt am Gespräch im Verlagshaus der OZ an der Maiburger Straße in Logabirum waren seitens der OZ Chefredakteur Joachim Braun und die stellvertretende Chefredakteurin Carmen Leonhard sowie seitens der Kirchen die Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Christa Olearius, die Pressesprecherin des Ev.-luth. Sprengels Ostfriesland-Ems Dr. Hannegreth Grundman, die Pressebeauftragte des Kirchenkreises Emden-Leer Käthe Dübbel, der Pressesprecher der Ev.-ref. Kirche Ulf Preuß, Pastor Ingo Brookmann (Loga) als stellvertretender Präses des ev.-ref. Synodalverbandes Südliches Ostfriesland, Pastorin Anne Ulferts, Pastorin der drei ev.-ref. Kirchengemeinden Möhlenwarf, Weenermoor und St. Georgiwold, deren Praktikantin Tabea Pante und die Referentin des katholischen Dekanats Ostfriesland Brigitte Hesse.
Joachim Braun bedauerte, die Beteiligten nicht eher über das Ende der Sonntags-Gedanken informiert zu haben. Die Veränderungen der OZ hätten ihn sehr in Anspruch genommen. „Aber Kirche, Glaube und christliche Werte sollen weiterhin Platz in der OZ finden“, betonte er. Er schlug unter anderem vor, in einer Serie wöchentlich Pastorinnen und Pastoren in einer Art „Homestory“ vorzustellen, die Interessantes aus ihrem Dienst zu berichten hätten und Stellung zu christlichen Werten bezögen. Sie sollten bereit sein, über ihr Leben zu erzählen. Eingehen könnten sie beispielsweise darauf, wie seitens der Kirche mit der Radikalisierung der Gesellschaft umgegangen werde. Die Serie könnte etwa im April starten. Es wäre schön, wenn der Chefredaktion in Frage kommende Theologen genannt würden.
Denkbar seien auch Gastkommentare kirchlicher Vertreter, erklärte Carmen Leonhard.
Deutlich wurde im Gesprächsverlauf, dass auf beiden Seiten Interesse besteht, darzustellen, wie vielseitig sich Kirche in die Gesellschaft einbringt und was sie zu aktuellen Entwicklungen zu sagen hat. Zu möglichen Themen wollen sich die Beteiligten wechselseitig informieren bzw. Anfragen stellen. Zu Beginn der Gesprächsrunde waren die OZ-Vertreter darauf eingegangen, wie es zu der Einstellung der Sonntags-Gedanken gekommen war. Braun erinnerte an die „Lesewert“-Untersuchung im Herbst vergangenen Jahres. Demnach sei diese Kolumne nur in sehr geringem Maß wahrgenommen worden sei. Auf deren Einstellung hätten sich auch nicht mehr als 30 Leser mit Protest gemeldet. Auf den Wegfall der Comic-Reihe „Hägar“ dagegen seien es einige Hundert gewesen. Leser selektierten, was sie interessant fänden, sagte der Chefredakteur. Das seien vor allem Themen aus ihrem unmittelbaren Alltag – etwa was die Wohnung (Miete, Hauskauf) oder den Einkauf betreffe. Wenn Kirche über Kirche berichte sei es anders, als wenn Journalisten die Themen aufbereiteten.
Superintendentin Olearius bedankte sich im Namen der Runde für den Empfang in der OZ und für die Offenheit der Chefredaktion, mit der diese auf Fragen und Kritik reagiert habe.
                                                                                                                                                                   Käthe Dübbel

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.