LesungenGottesdienste

Bundesweit ökumenisches Glockenläuten an Palmsonntag und Ostern

Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in ganz Deutschland sollen mit einem "ökumenischen Glockenläuten" ein Zeichen der Zuversicht in Zeiten der Corona-Pandemie setzen. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) luden am Donnerstag alle Gemeinden dazu ein. Am Abend des Palmsonntags (5. April), dem Beginn der Karwoche, sollten um 19.30 Uhr alle Kirchenglocken in Deutschland ebenso läuten wie am Ostersonntag (12. April) um 12.00 Uhr, wie die Kirchen in Bonn und Hannover ankündigten.

"Das Glockenläuten am Osterfest drückt die Freude über die Botschaft von Ostern aus: Der Tod hat keine Macht über das Leben. Gerade in dieser dramatischen Zeit der Corona-Pandemie wollen wir als Christinnen und Christen mit dem Glockenläuten und der Freude über das Osterfest Hoffnung vermitteln", erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, äußerte sich dankbar für die "vielen Zeichen der Präsenz in den vergangenen Wochen" - das Glockenläuten zu den Gottesdienstzeiten, die vielen digitalen Gottesdienstformate, das Balkonsingen oder Kerzen in den Fenstern. "Das sind Momente des Dankes an alle, die dem Leben dienen und in diesen Zeichen treu an der Seite der kranken und alten Menschen stehen", so Bätzing. Jetzt riefen die Kirchen gemeinsam zum Läuten auf, um die Herzen der Menschen zu erreichen.

In den vergangenen Tagen hatte nach Angaben der Kirchen ein Austausch zwischen der Bischofskonferenz und den Bistümern sowie dem Kirchenamt der EKD und den 20 Landeskirchen stattgefunden, wie ein gemeinsames Osterläuten aussehen könne. "Wir freuen uns, dass viele Bistümer und Landeskirchen mitmachen werden. So wird am höchsten Fest der Christen ein Klangteppich über unserem Land liegen, der ausdrückt: Niemand ist allein, denn Ostern findet statt", so Bätzing und Bedford-Strohm. (KNA)  Bild: Katharin Wagner in www.pfarrbriefservice.de

Gottesdienste an Kar- und Ostertagen aus dem Osnabrücker Dom im Internet

In der Karwoche und an den Ostertagen werden die nichtöffentlichen Gottesdienste aus dem Osnabrücker Dom live im Internet übertragen: www.bistum-osnabrueck.de/live-gottesdienste. Am Palmsonntag (5. April) zelebriert Bischof Franz-Josef Bode um 11 Uhr den Gottesdienst, in dem er auch die Palmzweige derer segnet, die live zugeschaltet sind. Von Montag bis Gründonnerstag (9. April) beginnen die Gottesdienste mit Bischof Bode jeweils um 19 Uhr. Den Karfreitagsgottesdienst um 15 Uhr zelebriert Weihbischof Johannes Wübbe. Die Osternachtfeier mit Bischof Bode am Karsamstag (11. April) beginnt um 20.30 Uhr, der Gottesdienst am Ostersonntag mit Weihbischof Wübbe um 11 Uhr. Ebenfalls um 11 Uhr beginnt am Ostermontag der Gottesdienst mit Bischof Bode. Die folgenden Gottesdienste finden dann wieder werktags (außer samstags) um 19 Uhr und sonntags um 11 Uhr statt und werden ebenfalls im Internet übertragen. Der Dom und die meisten Kirchen im Bistum Osnabrück bleiben bis auf Weiteres zum persönlichen Gebet und zum Verweilen geöffnet, für öffentliche Gottesdienste allerdings geschlossen.                                       (Aufnahme: Hermann Haarmann)

KIBO kostenlos als e-paper

Ein besonderes Angebot macht der Kirchenbote seinen Lesern und allen Interessierten während der Corona-Krise: man kann ihn kostenlos lesen, also auch dann, wenn man nicht Abonnent der gedruckten Ausgabe ist. So wird die Verbindung mit dem Bistum un der Weltkirche gewahrt- ein schönes Zeichen!
Hier der Link zur Ausgabe, in dem die Vorgehensweise dazu beschrieben wird:

https://www.kirchenbote.de/kostenlos-der-corona-krise

IrrwegEs könnte sein…                    

Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, …
es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen in Venedigs Kanälen!

Es könnte sein, dass sich Menschen in Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen, …
es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Menschen singen miteinander!

Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt, …
es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Sieh dir heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist!

Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet, …
es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.

Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet, …
es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.

Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, …
es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,
– der die Erde aufatmen lässt,
– die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
– unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
– die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
– der Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert,
– und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regenaration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.

Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren, es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!

Autorin Tanja Draxler, Gedicht entnommen: https://www.tanjadraxler.com/blog/es-koennte-sein/
Foto: Martin Manigatterer in www.Pfarrbriefservice.de

MISEREORSONNTAG fällt aus - aber nicht die MISEREOR-Kollekte!

Das Corona-Virus hat uns mitten in der Fastenaktion empfindlich getroffen, so schreiben die Verantwortlichen des Hilfwerks. Ob Fastenessen, Soliläufe, Solibrot-Trommelreisen oder die beliebten Besuche der Fastenaktionsgäste in Gemeinden oder Schulen vor Ort: zahlreiche Veranstaltungen in der Fastenzeit mussten kurzfristig abgesagt werden. Die Bedarfe für die Projekte aber bleiben - und so bittet Pirmin Spiegel als Geschäftsführer dringend darum, die Spenden dann direkt an MISEREOR zu überweisen. Genaueres drüber kann man nachlesen auf der Homepage von MISEREOR, www.misereor.de  

Spendenkonto Pax-Bank Aachen

IBAN:
DE75 3706 0193 0000 1010 10

BIC:
GENODED1PAX

 

 

Höchst lesenswert ist auch ein Brief von P. Spiegel über die aktuelle Krise:

Die Coronakrise – unaufhaltbare Katastrophe oder notwendige Unterbrechung?
MUT STATT ENTMUTIGUNG

Seit ein paar Tagen befindet sich die Welt durch das Coronavirus in einem Ausnahmezustand. Das, was zunächst nach einem Problem einer chinesischen Provinz aussah, weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit, verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit über den ganzen Globus und bricht immer mehr in unser Leben ein. Gefühle von Angst und Panik machen sich breit angesichts dieses neuen noch unbekannten Virus und der Ungewissheit über das tatsächliche Ausmaß an gesundheitlichen Gefahren, die es mit sich bringt.
Da ist neben der Angst um nahestehende Menschen auch die Angst vor dem Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems und einem wirtschaftlichen Kollaps. Kontrollverlust, Unsicherheiten, langfristig noch nicht wissen wie es weitergeht, nur „auf Sicht fahren“ wie es heißt, sind Ausdruck eines Zustands, den westeuropäische Gesellschaften in der Weise kaum mehr kennen und umso mehr in Irritation versetzten. Neben Zeichen der Solidarität und Aufmerksamkeit machen sich Ohnmacht und Hilflosigkeit breit und vereinzelte sogenannte Hamsterkäufe sind wohl eine der Möglichkeiten diesem Gefühl der Machtlosigkeit irgendetwas entgegen zu setzen und sich inmitten dieses unkontrollierbaren Krisenszenariums ein Stück weit handlungsfähig zu fühlen.
Eine Zeit des Innehaltens
Die verschiedenen plötzlich eingeführten notwendigen Schutzmaßnahmen sogenannter „sozialer Distanz“ bringen das Alltagsleben in vielerlei Hinsicht zum Stillstand. Die geforderten konsequenten Selbstbeschränkungen erfordern eine radikale Unterbrechung unseres alltäglichen Miteinanders. Krisen sind immer Momente des Unterbrechens, des notwendigen Innehaltens, sie spitzen zu, was lange schon mehr oder weniger sichtbar zu erspüren war. Und so demaskiert die Coronakrise nicht nur unser unnachhaltiges, prekäres globales Wirtschaftssystem, welches den fortschreitenden Tod der Natur und das Sterben tausender Menschen sei es durch Kriege, unzureichende Gesundheits- und Versorgungssysteme oder gefährliche Fluchtwege in gewisser Weise normalisiert hat, sondern diese Unterbrechung gewohnter selbstverständlicher Abläufe lädt uns auch ein innezuhalten und über unsere Lebensweise nachzudenken und Umkehrprozesse anzustoßen.
Der Ende letzten Jahres verstorbene Theologe Johann Baptist Metz hat Unterbrechung als kürzeste Definition von Religion bezeichnet. Er verstand Religion nicht als Privatsache, als Trost oder Bemühung um das eigene Seelenheil, sondern er betonte die politische Verantwortung von Christ*innen. Das Faktische soll unterbrochen werden, um die Leidensgeschichten zu hören und den Schrei Gottes in ihnen wahrzunehmen. Eine Mystik der offenen Augen ist gefragt, die eben diese Leidensgeschichten der Menschen, aber auch der Schöpfung insgesamt in den Mittelpunkt rückt, und gerade auch in Zeiten der Coronakrise die Sensibilität für die Vulnerabelsten aufrecht erhält.
Die Chance auf Solidarität Vergessen wir bei all den zu treffenden Hygiene-Maßnahmen nicht die angesagte humanitäre Katastrophe, die sich an den europäischen Außengrenzen ereignet, verlieren wir unsere Partner nicht aus den Augen, in deren Ländern die Ausbreitung des Coronavirus weitaus dramatischere Folgen als bei uns haben wird. Vernünftiges und verantwortungsvolles Handeln ist gefragt, aber lassen wir deshalb nicht den Zustand kollektiver Panik und egoistischer Existenznöte von uns dermaßen Besitz ergreifen, dass der/die Andere zum Feind zu werden droht, dem/der wir mit Angst und Misstrauen begegnen und uns schützen müssen. Räumliche, nicht aber soziale Distanzen sind notwendig, Formen von Nähe und Fürsorglichkeit müssen neu erschaffen und kreativ gefunden werden. Die Coronakrise verändert momentan fundamental unser Zusammenleben, bringt aber auch neue notwendige Möglichkeiten lokaler und globaler Solidaritäten hervor, die in verschiedenen Initiativen bereits ihren Anfang nehmen.
Wir alle entscheiden, wie es weitergeht
Der Zukunftsforscher Matthias Horx meint, dass nach der Krise nichts mehr so wie vorher sein wird, denn die Welt, in der wir uns befinden, löst sich gerade auf und schlägt eine neue Richtung ein. Stimmt das, dann stehen wir an einem Scheideweg und die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, die Visionen, die uns leiten, sind richtungsweisend dafür, wie es weitergehen wird. Der gegenwärtige Stillstand der globalisierten Mobilität, die radikale Veränderung unserer Gewohnheiten angesichts der so nahen Bedrohung, lassen die Erde aufatmen und zeigen uns, dass es möglich ist, eine scheinbare Alternativlosigkeit unseres Systems zu unterbrechen, sicher Geglaubtes nicht nur zu hinterfragen, sondern unsere Beziehungen zur Welt, zur Schöpfung, neu zu gestalten.
Leben wir diese Fastenzeit im Zeichen der Coronakrise und nutzen diese Unterbrechung uns zu fragen, worauf können wir verzichten, worauf kommt es an im Leben? Wollen wir weitermachen wie bisher? Haben wir den Mut die gesellschaftlichen Verhältnisse und die bisherigen Entwicklungen zu unterbrechen und solidarisch an der Seite derjenigen, die am meisten unter ihnen leiden, zu transformieren. Im Blick auf Ostern und dem Glauben, dass das Leben über den Tod siegen wird, wollen wir – gerade in Zeiten von Corona – festhalten an der Vision, dass diese Welt eine andere sein kann als sie bisher war.

Das Evangelium von heute - Tagesimpuls der Erzabtei Beuron

Wenn Gottesdienste, Andachten und Zusammenkünfte vorläufig nicht mehr stattfinden können, ist es ein Verlust, aber nicht das Ende von Kirche. Es gibt viele Ideen und Initiativen, die über die sozialen Medien alternative Formen von Spiritualität anbieten. Dazu gibt es über die streaming-Dienst Gottesdienstüber-tragungen, so jeden Sonntag um 11.00 Uhr und werktags um 19.00 Uhr mit unserem Bischof aus unserem Dom in Osnabrück. Zum Mitfeiern die Adresse: www.bistum-osnabrueck.de
Für die tägliche Einkehr empfiehlt sich u.a. ein Blick auf die Tagestexte des Schott. Auf den Internet-Seiten der Erzabtei Beuron finden Sie für jeden Tag das Tagesevangelium, die Lesungen sowie die entsprechenden liturgischen Gebete. So lässt sich leicht eine eigene Andacht mit den jeweiligen Texten des Tages zusammenstellen und feiern. Hier der direkte Link: https://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.htmlTagesimpuls

Empfehlenswert sind auch die Angebote der Jesuiten in Frankfurt unter der Adresse: https://www.jesuiten.org/news/wie-sie-am-sonntag-gottesdienst-feiern-koennen
bietet einen wöchentlichen Vorschlag für einen Hausgottesdienst

 

Beratungs- und  Gesprächsangebot der Caritas Ostfriesland

Viele persönliche Kontakte sind in diesen Zeiten nicht möglich oder erschwert.Das ist besonders schlimm, wenn Menschen HIlfe und Rat suchen. Gemeinden und auch das Bistum bieten telefonische Hilfe an, und so auch jetzt die Caritas Ostfriesland mit ihre Fachpersonal. Die Geschäftsführerin, Steffi Holle, ließ der Redaktion folgende  Mitteilung zukommen:
Der Caritasverband steht zur telefonischen Beratung für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung!
Melden Sie sich, wenn Sie in Not geraten oder einfach ein persönliches Gespräch benötigen.
Täglich erreichen Sie uns in der Zeit von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr.
Menschen aus dem Landkreis Aurich, dem Landkreis Wittmund und der Stadt Emden können sich unter der Nummer 04941/69833716 melden.
Menschen aus dem Landkreis Leer können sich unter folgender Nummer 0491/9279560 melden.

Gottesdienste aus dem Dom im Internet mit Bischof Bode
Bistum Osnabrück richtet zusätzlich telefonisches Gesprächsangebot ein

Ab dem kommenden Sonntag (22. März) werden immer sonntags um 11 Uhr und von Montag bis Freitag um 19 Uhr nichtöffentliche Gottesdienste aus dem Osnabrücker Dom live auf  der Internetseite www.bistum-osnabrueck.de übertragen. Das ganze Bistum sei eingeladen, sich diesen Feiern anzuschließen, schreibt Bischof Franz-Josef Bode, der auch die Gottesdienste zelebrieren wird, an die Seelsorger im Bistum. Der Dom und die meisten Kirchen im Bistum bleiben bis auf Weiteres zum persönlichen Gebet und zum Verweilen geöffnet.

Das Bistum hat darüber hinaus ab Freitag (20. März) unter der Nummer 0541 318801 ein telefonisches Gesprächsangebot eingerichtet. Es steht montags bis freitags von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 16 Uhr bis 18 Uhr zur Verfügung. Außerdem ist die Internetseelsorge des Bistums unter www.bistum-osnabrueck.de/seelsorge-online zu erreichen. „Auch in dieser schweren Zeit der Corona-Pandemie ist es unser Auftrag, Menschen in Freude und Not zu begleiten“, betont Bode in seinem Brief an die Priester und anderen Seelsorger im Bistum. Gerade sie stünden als Ansprechpersonen zur Verfügung, „in jedem Fall telefonisch und digital, soweit möglich und sinnvoll auch persönlich“. Zudem seien die Seelsorger aufgerufen, für den sozial-karitativen Bereich zu überlegen, wo tatkräftige Hilfe nötig und möglich sei, zum Beispiel bei Einkaufshilfen und Telefonkontakten zu Alleinstehenden oder unter Quarantäne stehenden Personen. Dies müsse in enger Abstimmung mit den Kommunen geschehen.

Fastenhirtenbrief des Bischofs

Liebe Schwestern und Brüder!
Trotz Frühlingssonne tief bedrückende Zeiten! Noch nie, solange die meisten von uns denken können, gab es eine so umfassende Durchkreuzung unseres öffentlichen und privaten Lebens wie jetzt durch das Coronavirus. Und das weltweit und in unmittelbarer Nähe. Nur schrittweise erkennen wir, was das alles für uns bedeutet.
Deshalb wende ich mich heute an Sie, um Ihnen nicht nur eine Liste von Maßnahmen und Anordnungen zukommen zu lassen – solche klaren Ansagen sind jetzt vonnöten –, sondern Sie auch an dem Schmerz teilhaben zu lassen, den es mir bereitet, das gottesdienstliche Leben so sehr einschränken zu müssen.
Wenn wir gezwungen sind, derart an den Kern unserer christlichen Existenz zu gehen, bedeutet diese Herausforderung, dass wir uns gerade jetzt auf die andere Seite dieses Kerns besinnen müssen: auf die deutenden und tröstenden Worte der Schrift und auf die Caritas, die tiefe Solidarität mit verunsicherten, verängstigten und in Not geratenen Menschen. Wir müsse neue Formen des christlichen Miteinanders entwickeln in kreativer und ideenreicher Weise.
Wir werden uns uralter und für viele doch neuer Formen des Gebets und der Nächstenliebe bewusst werden, die uns helfen, uns in Vertrauen und Glauben, in Hoffnung und Zuversicht, in Solidarität und Liebe zu üben. Erinnern wir uns der ganz fundamentalen Weisen des Glaubens und ergreifen wir gleichzeitig die modernen Möglichkeiten menschlicher Kommunikation, um einander beizustehen.
Wir erleben eine ganz andere Fastenzeit. Viel ist uns genommen, was sonst selbstverständlich war. Aber auch in diesem Fasten ist uns „der Bräutigam nicht genommen“ (vgl. Lk 5,34). Und mit Paulus dürfen wir gewiss sein, „dass weder Tod noch Leben … weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten … uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn (Röm 8,38 f.). Das Evangelium des 3. Fastensonntags hat uns im Gespräch Jesu mit der Samariterin am Brunnen (Joh 4) daran erinnert, was wahre Anbetung Gottes bedeutet: „Die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden“ (Vers 23). Das heißt doch, dass dort, wo weder öffentliche Gottesdienste noch gemeinschaftliche Feiern stattfinden können, jede und jeder anbeten kann im Geist und in der Wahrheit, im persönlichen Gebet und in der Solidarität echter Liebe. Jetzt muss sich unter neuen Umständen bewähren, was die Gegenwart Christi in uns und unter uns als „Tempel des Heiligen Geistes“ bedeutet (1 Kor 6,19). Ja, wir werden in den nächsten Wochen und Monaten – auch an den Kar- und Ostertagen – auf die öffentliche Feier des Todes und der Auferstehung Christi in der heiligen Messe verzichten müssen. Aber alle können daran teilnehmen durch die Gottesdienstübertragungen in Hörfunk, Fernsehen und im Internet. Dort sollen auch Sonntags- und Werktagsmessen aus unserem Dom übertragen werden. Ich lade damit alle im Bistum zu einer neuen Form der Gottesdienstgemeinschaft ein. Der Dom und die meisten Kirchen werden weiter offenstehen zum persönlichen Gebet, zum Verweilen vor dem Tabernakel, zur Beichte und zur Besinnung vor den Bildern der Heiligen. Vielerorts stehen Seelsorger und Seelsorgerinnen zum Gespräch bereit, und Gebetshilfen liegen aus.

Weiterlesen: Fastenhirtenbrief des Bischofs

Stellungnahme des Katholikenrates im Bistum Osnabrück zum Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche

Die Frage nach dem Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche ist für die Zukunftsfähigkeit der Kirche von entscheidender Bedeutung und hoher Dringlichkeit. Das gilt auch angesichts der jüngsten Aussagen in dem apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“. Diese wichtige Frage wird beim Synodalen Weg eine große Rolle spielen und muss dort unvoreingenommen und ergebnisoffen beraten werden.
Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern sind Menschenrechte und in unserer Gesellschaft verfassungsmäßig verankert. Unbestritten ist auch, dass Frau und Mann vor Gott die gleiche Würde haben. Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass die katholische Kirche Frauen die gleichen Rechte abspricht und sie so durch derzeit bestehende Strukturen ausgrenzt.
Frauen gestalten das kirchliche Leben in Gemeinden und katholischen Verbänden maßgeblich mit. Deutlich mehr Frauen als Männer sind in Pfarrgemeinderäten, der Katechese, im Religionsunterricht, der familiären Glaubensvermittlung und der Diakonie und Caritas tätig. Auch in den Hauptamtlichen-Teams der Pfarreien ist der Frauenanteil groß, wie z.B. in den Berufsgruppen der Gemeinde- und Pastoralreferent*innen.
Auf allen kirchlichen Organisationsebenen, in den Caritasverbänden mit ihren angeschlossenen Fachverbänden, in den katholischen Beratungs-, Pflege- und Krankenhaus-Einrichtungen, in den Stiftungsschulen, in der Seelsorge und der Verwaltung sowie in katholischen Vereinen und Verbänden - übernehmen Frauen Verantwortung. Dort jedoch, wo die Übernahme von Verantwortung an das Weiheamt gebunden ist, sind Frauen aufgrund ihres Geschlechtes ausgegrenzt, und dadurch werden ihre Kompetenzen nicht genutzt.
Bischof Dr. Franz-Josef Bode setzt sich als Vorsitzender der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz seit Jahren für eine Stärkung der Rolle der Frauen in der Kirche ein. Ihm ist es ein Anliegen, innovative Wege in unserem Bistum zu gehen. Im letzten Jahr wurde die Gemeindeleitung durch hauptamtliche Laien im Bistum Osnabrück nach Canon 517, §2 des
Kirchenrechts eingeführt. Diese Regelung ermöglicht, dass erstmals Frauen die Leitung von Pfarrgemeinden im Bistum Osnabrück übernehmen können. Als Katholikenrat befürworten wir eine Ausweitung dieses Modells auf weitere Pfarreien/Pfarreiengemeinschaften.
Wir unterstützen die engagierten Bemühungen, die „Kirche der Beteiligung“ in unserem Bistum weiter umzusetzen und damit Frauen und Männer zunehmend in die Gestaltung von Kirche einzubeziehen.
Alle Christinnen und Christen sind aufgrund ihrer Taufe dazu berufen, Zeugnis für das Evangelium zu geben. Wir sprechen uns für Beauftragungen von befähigten Laien zur Predigt, zur Taufspendung, Eheschließungsassistenz, zum Krankensegen und zum Beerdigungsdienst aus.
Kooperative, gleichberechtigte Leitungsmodelle, in denen Frauen und Männer, Kleriker und Laien gemeinsam Verantwortung übernehmen, sichern eine gerechte Verteilung von Macht.
Im Wissen um die lehramtlichen Aussagen in dieser Frage 1 setzen wir uns als Katholikenrat dennoch ein für einen gleichberechtigten Zugang von Frauen und Männern zu allen kirchlichen Diensten und Ämtern bis hin zu den Weiheämtern. Wir beziehen uns dabei auf die „Osnabrücker Thesen“, die formulieren, dass „nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern begründungspflichtig ist, sondern deren Ausschluss“.2
Die Frage des Zugangs von Frauen hat auch eine starke ökumenische Relevanz. Sie betrifft alle Generationen, wobei mutige Entscheidungen vor allem für die Zukunft der jungen Generation in einer glaubwürdigen Kirche notwendig sind.
Georgmarienhütte, 7. 3. 2020
Vollversammlung des Katholikenrates

1 Apostolisches Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ , Papst Johannes Paul II., 22.05 1994
2 „Frauen in kirchlichen Ämtern, Reformbewegungen in der Ökumene“, Osnabrücker Thesen, 09.12.2017https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/OSNABRUeCKER-THESEN

Ostfriesen-Zeitung an kirchlichen Themen interessiert

Gespräch zwischen Chefredaktion und Vertretern der Kirchen in Ostfriesland
Die „Gedanken zum Sonntag“, die Mitte Januar zum letzten Mal in der Ostfriesen-Zeitung erschienen sind, werden trotz einiger Einwände nicht wieder belebt. Das erfuhren Vertreter ostfriesischer Kirchen am 25. Februar im Gespräch mit der OZ-Chefredaktion. Positiv nahmen sie zur Kenntnis, dass seitens der OZ großes Interesse daran bestehe, kirchliche Themen in der Zeitung zu haben. Verabredet wurde, sich etwa halbjährlich zu treffen. Die nächste Zusammenkunft soll nach den Sommerferien in der Superintendentur des Kirchenkreises Emden-Leer sein.
Beteiligt am Gespräch im Verlagshaus der OZ an der Maiburger Straße in Logabirum waren seitens der OZ Chefredakteur Joachim Braun und die stellvertretende Chefredakteurin Carmen Leonhard sowie seitens der Kirchen die Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Christa Olearius, die Pressesprecherin des Ev.-luth. Sprengels Ostfriesland-Ems Dr. Hannegreth Grundman, die Pressebeauftragte des Kirchenkreises Emden-Leer Käthe Dübbel, der Pressesprecher der Ev.-ref. Kirche Ulf Preuß, Pastor Ingo Brookmann (Loga) als stellvertretender Präses des ev.-ref. Synodalverbandes Südliches Ostfriesland, Pastorin Anne Ulferts, Pastorin der drei ev.-ref. Kirchengemeinden Möhlenwarf, Weenermoor und St. Georgiwold, deren Praktikantin Tabea Pante und die Referentin des katholischen Dekanats Ostfriesland Brigitte Hesse.
Joachim Braun bedauerte, die Beteiligten nicht eher über das Ende der Sonntags-Gedanken informiert zu haben. Die Veränderungen der OZ hätten ihn sehr in Anspruch genommen. „Aber Kirche, Glaube und christliche Werte sollen weiterhin Platz in der OZ finden“, betonte er. Er schlug unter anderem vor, in einer Serie wöchentlich Pastorinnen und Pastoren in einer Art „Homestory“ vorzustellen, die Interessantes aus ihrem Dienst zu berichten hätten und Stellung zu christlichen Werten bezögen. Sie sollten bereit sein, über ihr Leben zu erzählen. Eingehen könnten sie beispielsweise darauf, wie seitens der Kirche mit der Radikalisierung der Gesellschaft umgegangen werde. Die Serie könnte etwa im April starten. Es wäre schön, wenn der Chefredaktion in Frage kommende Theologen genannt würden.
Denkbar seien auch Gastkommentare kirchlicher Vertreter, erklärte Carmen Leonhard.
Deutlich wurde im Gesprächsverlauf, dass auf beiden Seiten Interesse besteht, darzustellen, wie vielseitig sich Kirche in die Gesellschaft einbringt und was sie zu aktuellen Entwicklungen zu sagen hat. Zu möglichen Themen wollen sich die Beteiligten wechselseitig informieren bzw. Anfragen stellen. Zu Beginn der Gesprächsrunde waren die OZ-Vertreter darauf eingegangen, wie es zu der Einstellung der Sonntags-Gedanken gekommen war. Braun erinnerte an die „Lesewert“-Untersuchung im Herbst vergangenen Jahres. Demnach sei diese Kolumne nur in sehr geringem Maß wahrgenommen worden sei. Auf deren Einstellung hätten sich auch nicht mehr als 30 Leser mit Protest gemeldet. Auf den Wegfall der Comic-Reihe „Hägar“ dagegen seien es einige Hundert gewesen. Leser selektierten, was sie interessant fänden, sagte der Chefredakteur. Das seien vor allem Themen aus ihrem unmittelbaren Alltag – etwa was die Wohnung (Miete, Hauskauf) oder den Einkauf betreffe. Wenn Kirche über Kirche berichte sei es anders, als wenn Journalisten die Themen aufbereiteten.
Superintendentin Olearius bedankte sich im Namen der Runde für den Empfang in der OZ und für die Offenheit der Chefredaktion, mit der diese auf Fragen und Kritik reagiert habe.
                                                                                                                                                                   Käthe Dübbel

Predigtkurs (nicht nur) für Frauen

Gerade haben einige Frauen und Männer aus unserem Dekanat eine Ausbildung zum/zur Wort-Gottes-Feier-Leiter*in absolviert. Sie feiern demnächst in verschiedenen Gemeinden Gottesdienste auch am Sonntag, wo dann natürlich auch Predigt/Impuls oder ein anderer Umgang zur Auslegung des Evangeliums dran ist. Dazu soll dieses Predigtlernen-Angebot helfen. Es ist natürlich auch an die gerichtet, die schon vorher einen solchen Kurs hinter sich gebracht haben und aktiv sind. Es gibt jedoch auch einen konkreten Anlass für diese Einladung, die auf den Hintergrund des synodalen Wegs entstanden ist: Anlass dieses Angebotes ist der Tag der Frauenverkündigung am Fest der Hl. Hildegard. Da sollen in allen Kirchen Frauen predigen – und das nicht nur am angezeigten Tag, einem Do, sondern eher an den Wochenenden davor oder dahinter. Die Einladung zu diesem Predigtforum richtet sich vorrangig an Frauen wg. dieses Ereignisses im September, aber Männer dürfen auch mitmachen. Am ersten Termin geht es eher grundsätzlich um Fragen wie „Was macht eine gute Predigt aus?“ – und dann folgen an den beiden anderen Terminen konkrete Predigtentwürfe und deren Besprechung. Veranstalter ist das Frauenreferat und Anleiter Pater Franz Richard OfM, der als Homiletiker einen ihm weit vorauseilenden guten Ruf hat. Die drei Termine finden einmal im Ludwig-Windhorst-Haus statt und zwar am 5.Mai, 27. Mai und 8. Juli, jeweils von 18-21.00 Uhr. Sie gibt es aber auch - und dann weiter weg- in Haus Ohreck, dort dann am 7.Mai., 18. Juni und 9. Juli. Anmeldungen bitte bei Elisabeth Lis vom Frauenreferat: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zwischen Bereitschaft und tatsächlicher Organspende klafft eine Lücke

Die Situation in Deutschland ist paradox: Die Zahl der Menschen mit Organspendeausweis ist von 25 Prozent im Jahr 2010 auf 36 Prozent im Jahr 2018 gestiegen, ebenso hat die in Umfragen bekundete Spendenbereitschaft in diesem Zeitraum um fünf Prozentpunkte zugenommen. Doch gleichzeitig werden immer weniger Organe tatsächlich gespendet. Wie kann das sein? Dafür werden drei Gründe genannt:
1. Die deutsche Entscheidungslösung führe dazu, dass viele Menschen der Organspende zwar grundsätzlich positiv gegenüberstehen und das in Umfragen bekunden, sich aber keine konkreten Gedanken machen, was nach ihrem Tod mit ihren Organen passiert und zum Beispiel trotz Spendenbereitschaft keinen Organspendeausweis besitzen.
2. 2012 wurde der größte Organspende-Skandal in der Geschichte der Bundesrepublik aufgedeckt: In Göttingen, Regensburg, München und Leipzig haben Mediziner/-innen Krankenakten gefälscht, um ausgewählte Patientinnen und Patienten bevorzugt mit Spenderorganen zu versorgen. Der Skandal sorgte für viel öffentliche Empörung, in den Folgejahren sanken die Spenderzahlen. Um Vorfälle wie diese in Zukunft zu verhindern, wurde im Jahr 2012 eine Überwachungskommission und eine Prüfungskommission von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband der Krankenkasse gegründet. Die Kommissionen überprüfen seither, ob sich die deutschen Transplantationszentren an die Richtlinien bei der Vermittlung von Spenderorganen und der Organisation der Wartelisten halten.
3. Organspenden waren für die Entnahmekliniken bislang ein Minusgeschäft. Denn der Pauschalbetrag, den die Krankenkassen an die Krankenhäuser zahlen, deckt laut diesen nur die Operation ab, nicht aber die vorherige Versorgung der Patient/-innen auf der Intensivstation. Zudem haben die Transplantationsbeauftragen der Krankenhäuser im Alltagsgeschäft kaum Zeit für ihre Aufgabe. Deswegen würden viele Kliniken nicht alle potentiellen Organspender melden.

 Text aus Pfarrbriefservice.de Bild: Hardy Welsch in Pfarrbriefservice.de

Bischof Bode: Offener Brief vom 17.1. 2020 an alle Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen in seiner Diözese
"Trotz Skandalen nicht im kirchlichen Engagement nachlassen"

Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode hat haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aufgefordert, trotz der Erschütterungen durch die Missbrauchsfälle in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Nach wie vor gebe es viele Menschen, "die Vertrauen in die Kirche setzen, Vertrauen in ihr karitatives Handeln, in ihre Schulen und Bildungseinrichtungen", schreibt Bode ihnen in einem Brief, der in diesen Tagen verschickt wird. Auch gebe es hohe Erwartungen an die Seelsorge, an Gesten des Segens und eine positive Heilszusage. "Diese Stärke der Kirche brauchen wir nicht zu verstecken."
2019 sei kein leichtes Jahr für die Kirche in Deutschland gewesen, so der Bischof. Alte und neue Missbrauchsfälle hätten viele Fragen aufgeworfen und Auseinandersetzungen ausgelöst. Mitarbeiter der Kirche stießen in ihrem Umfeld auf Unverständnis für ihr Engagement. Er wisse um die damit verbundenen Belastungen und fühle mit ihnen. "Wo ich selbst als Bischof die Verantwortung für diese Verunsicherung trage und für die Fehler, die von mir gemacht worden sind und die ich sehr bereue, bitte ich um Vergebung", schreibt Bode weiter.
"Neue Wege in die Zukunft gehen"
Er wolle zusammen mit den Mitarbeitern der Kirche im Bistum "neue Wege in die Zukunft gehen", heißt es in dem Schreiben. Viele hofften auf ein gutes Gelingen des Ende Januar startenden Synodalen Wegs. Trotz Skepsis von verschiedenen Seiten gebe es zu der kirchlichen Reformdebatte in seinen Augen "keine Alternative", so Bode.
Mit dem auf zwei Jahre angelegten Synodalen Weg wollen die Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Ein Ziel ist es, nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Schwerpunktthemen sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche. Vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2020 steht die erste Synodalversammlung mit mehr als 200 Frauen und Männern in Frankfurt an. (KNA) zitiert nach www.katholisch.de vom 17.1.2020

Bistumshaushalt umfasst rund 189 Millionen Euro

Kirchengemeinden erhalten größten Teil der Ausgaben

Das Bistum Osnabrück plant seinen diesjährigen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 188,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresplan sind das nach Angaben von Finanzdirektor Joachim Schnieders rund 4,7 Millionen Euro mehr. Der Haushalt könne allerdings nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgeglichen werden, sagte Schnieders bei der Vorstellung des Haushaltplanes am Dienstag (14. Januar) in Osnabrück. Aufgrund der nach wie vor guten Wirtschaftslage geht Schnieders auch in diesem Jahr von einem leichten Zuwachs des Kirchensteueraufkommens aus.
Insgesamt 85 Prozent seiner Einnahmen erhält das Bistum durch die Kirchensteuer. Der größte Teil der Haushaltsmittel für dieses Jahr geht mit rund 62,2 Millionen Euro oder knapp einem Drittel der Gesamtausgaben an die 208 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen. Die Schlüsselzuweisungen für die Kirchengemeinden wurden pauschal um drei Prozent angehoben.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „Caritas, soziale Dienste“, der 33,1 Millionen Euro erhält. Dazu gehören u.a. die Zuschüsse des Bistums für die Kindertagesstätten (15,5 Millionen Euro), die Caritasverbände (9,2 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (3,1 Millionen Euro). In den Bereich „Bildung, Kunst, Medien“ investiert das Bistum rund 28,3 Millionen Euro. Der Großteil davon fließt in die katholischen Schulen.
Trotz des Zuwachses beim Kirchensteueraufkommen aufgrund der guten Wirtschaftslage in Deutschland muss das Bistum laut Schnieders langfristig aber mit einem Rückgang des Steueraufkommens rechnen. Grund dafür seien rückläufige Taufzahlen, erhöhte Sternbezahlen und „deutlich erhöhte Kirchenaustrittszahlen“.
In einem Faltblatt unter dem Titel „Einblick – Kirchensteuer 2020“ hat das Bistum wieder Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer zusammengestellt. Der Flyer ist in den Kirchengemeinden erhältlich, außerdem in der Finanzabteilung des Bischöflichen Generalvikariates, Hasestraße 40 a, 49074 Osnabrück, Tel. 0541 318-171, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder  www.bistum-osnabrueck.de/finanzen

 Digitalisierte Kirchenbücher - El Dorado für Familienforscher

Die Einträge in Kirchenbüchern aus 145 Pfarreien im Bistum Osnabrück können jetzt im Internet eingesehen werden. Georg Wilhelm, Joachim Herrmann und Maria Rehnen (von links) von Osnabrücker Bistumsarchiv haben sich um die digitale Aufbereitung der Seiten gekümmert.
(Bild: Bistum Osnabrück)

 

 

Das Bistumsarchiv kommt damit nach Angaben von Dr. Georg Wilhelm, der das Archiv betreut, zahlreichen Anfragen vor allem aus den USA und den Niederlanden entgegen, wo heute noch viele Nachfahren von Auswanderern aus dem Bistum Osnabrück leben. Das kostenlose Angebot sei „eine Fundgrube für Familienforscher“. Bis zum Jahr 1875 sind laut Wilhelm die Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern oft der einzige Nachweis, dass eine Person überhaupt existiert hat: „Kirchenbücher liefern demografische Daten, geben Auskunft über gesellschaftliche Zusammenhänge, über Zuwanderung, aber auch Wegzug oder Auswanderung, Todesursachen, Todesalter, welchen Beruf jemand ausgeübt hat und wie seine gesellschaftliche Stellung war.“
Aufgrund von kirchenrechtlichen Schutzfristen sind die ins Internet eingestellten Daten mindestens 100 Jahre alt. Die ältesten Kirchenbücher stammen aus der emsländischen Gemeinde St. Nikolaus in Groß-Hesepe und gehen zurück bis ins Jahr 1612.

Die Kirchenbücher sind einsehbar über: http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck

 

Arbeitsgemeinschaft Trauerpastoral

Die AG Trauerpastoral im Dekanat hat ihre Angebote auf der Dekanatshomepage online gestellt. Zwar wird Schmetterling auf einer Pflanze bei Dämmerungauch auf Bistumsebene an einer neuen Präsenz gearbeitet, jedoch ist für Ostfriesland die Verortung auf der Dekantsseite sinnvoller. Die Ag hat bereits mehrere Hilfen erarbeitet, so ein Faltblatt, was über die  katho-lische Bestattung informiert, insbesondere auch über die Möglichkeiten besonderer Gottesdienste und Gedenkanlässe, Auf diesem Feld gibt es viele falsche Vorurteile wie: "Die Katholiken lassen keine Urnenbestattung oder gar Seebestattung zu!" oder anderes. Das ist absolut falsch, aber in vielen Köpfen fest verankert. Nicht nur Pastoren, sondern auch ausgebildete Gemeinde- und PastoralreferentInnen haben in unserem Dekanat den Beerdigungsauftrag, Männer wie Frauen. Des weiteren gibt es eine Handreichung für Bestatter, Trauerkarten und das Mühen der Ag, das Thema "Tod und Trauer" aus der Nischenecke herauszuholen und den betroffenen Menschen und der besonderen pastoralen Situation gerecht zu werden. Bild: https://bistum-osnabrueck.de/wp-content/uploads/2019/04/ray-hennessy-328617-unsplash

Brief des Papstes an die deutschen Gemeinden

Reformen werden in der Kirche immer lauter eingefordert. DIe Bischofskonferenz will sich nun  auf einen synodalen Weg machen, um anzupacken, was angepackt werden muss. Überraschend hat Papst Franziskus einen Brief an die Gemeinden geschrieben, in dem er zu dem angekündigen Projekt seine Gedanken mitteilt. Hier ist der Brief herunterzuladen:

PDF downloaden

Unser Bischof Bode hat darauf zusammen mit der Vorsitzenden des Katholikenrats, Katharina Abeln, eine Stellungnahme verfasst: 
Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden unseres Bistums!
Papst Franziskus hat uns überraschend einen Brief „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ geschrieben, um in dieser „Zeitenwende“ die Sorgen um die Zukunft der Welt und der Kirche mit uns zu teilen, um uns nahe zu sein und uns „zur Suche nach einer freimütigen Antwort auf die gegenwärtige Situation zu ermuntern“.
Wir sehen in diesem Schreiben viel Ermutigung für unseren synodalen Weg in der katholischen Kirche in Deutschland und auch für den Weg unseres Bistums. Es fordert uns aber auch heraus, den großen Horizont der Evangelisierung und des Lebens mit der ganzen Kirche nicht aus den Augen zu verlieren. So muss unser Weg des Dialoges für alle Ebenen der Kirche offen sein und uns nicht auf die Ebene in unserem Land oder Bistum beschränken. Das ist Anstrengung und Chance zugleich: Die Chance eines nachhaltigen Weges der Erneuerung, der für möglichst viele wieder Ermutigung zu Vertrauen und Glauben sein kann. Die Chance aber auch, mutig die drängenden Fragen unserer Gemeinden zur Sprache zu bringen, gemeinsam um Antworten zu ringen und
neue Schritte zu wagen.
Papst Franziskus bestärkt uns dabei, auf dem ‚synodalen Weg‘, den wir in unserer Kirche gehen wollen, voranzuschreiten, um das „Hinhören zu lernen“ und den immer neuen Horizont zu erkennen, den der Heilige Geist uns schenken will. Er ermahnt uns zu Prozessen, „die uns als Volk Gottes aufbauen, statt nach unmittelbaren Ergebnissen mit voreiligen und medialen Folgen zu suchen, die flüchtig sind wegen mangelnder Vertiefung und Reifung“.
Er fordert uns auf zu einer „pastoralen Bekehrung“, die nicht das Alte „reorganisieren“ will oder spannungsfreie Ruhe sucht, sondern der Evangelisierung dient, die die eigentliche und wesentliche Sendung der Kirche ist. Das Hauptaugenmerk dieser Evangelisierung, in der die Kirche aus sich herausgeht und nicht immer bei sich selbst bleibt, ist die Mitteilung der Freude des Evangeliums an die Menschen. Insbesondere an jene, „die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den
Stra ßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind, dort, wo die neuen Geschichten und Paradigmen entstehen“.
Unzweideutig macht Papst Franziskus klar, dass Evangelisierung nur mit einem „sensus ecclesiae“, einem Leben und Fühlen mit der Kirche und in der Kirche geschehen kann, damit wir nicht den Weitblick der ganzen Kirche verlieren, der Kirche aus allen Völkern und durch alle Zeiten. Er warnt davor, aus dem „kirchlichen WIR“ hinauszugehen und „das Volk Gottes auf eine erleuchtete Gruppe zu reduzieren“. Er beschwört geradezu die Einheit des ganzen Leibes der Kirche, „um sich nicht in Fragen zu verbeißen, die begrenzte Sondersituationen betreffen“.
Gott lässt uns in diese Stunde der Geschichte kommen, „nicht um uns zu beschämen und zu lähmen“, sondern „um unser Herz herauszufordern“, zu entzünden zu Visionen und prophetischen Träumen. „Geben wir uns nicht geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt.“ – so endet das Schreiben des Papstes verbunden mit der Bitte um unser Gebet für ihn. Der Brief des Papstes öffnet uns den Horizont für den ‚synodalen Weg‘ und fordert uns zu freimütigem Dialog heraus!
Osnabrück, den 29. Juni 2019
Katharina Abeln, Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Osnabrück
+Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück

Neue MitarbeiterInnen im Dekanat

Im Dekanat gibt es wieder einige Veränderungen im Personalbereich. Seit April bereits ist Diakon Jürgen Scholz in der PG Overledinger Land tätig. Zum 1. Juni ist mit Katharina Westphal die vakante Stelle in der Tourismuspastoral neu besetzt worden. In Emden gab es gleich zwei Zugänge zum 1. August: Gabi Escher schied aus der Arbeit in der Gemeinde aus. Sie bleibt Krankenhausseelsorgerin in Emden und übernimmt noch Aufgaben im Krankenhaus Weener. Cornelia Dicke begann als pastorale Mitarbeiterin in Christkönig ihre Arbeit, ebenso wie PA Daniel Hagedorn, der in die 3-jährige Assistenzzeit einstieg,

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.