LesungenDas schwarze Brett 2Gottesdienste

Ostfriesen-Zeitung an kirchlichen Themen interessiert

Gespräch zwischen Chefredaktion und Vertretern der Kirchen in Ostfriesland
Die „Gedanken zum Sonntag“, die Mitte Januar zum letzten Mal in der Ostfriesen-Zeitung erschienen sind, werden trotz einiger Einwände nicht wieder belebt. Das erfuhren Vertreter ostfriesischer Kirchen am 25. Februar im Gespräch mit der OZ-Chefredaktion. Positiv nahmen sie zur Kenntnis, dass seitens der OZ großes Interesse daran bestehe, kirchliche Themen in der Zeitung zu haben. Verabredet wurde, sich etwa halbjährlich zu treffen. Die nächste Zusammenkunft soll nach den Sommerferien in der Superintendentur des Kirchenkreises Emden-Leer sein.
Beteiligt am Gespräch im Verlagshaus der OZ an der Maiburger Straße in Logabirum waren seitens der OZ Chefredakteur Joachim Braun und die stellvertretende Chefredakteurin Carmen Leonhard sowie seitens der Kirchen die Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Christa Olearius, die Pressesprecherin des Ev.-luth. Sprengels Ostfriesland-Ems Dr. Hannegreth Grundman, die Pressebeauftragte des Kirchenkreises Emden-Leer Käthe Dübbel, der Pressesprecher der Ev.-ref. Kirche Ulf Preuß, Pastor Ingo Brookmann (Loga) als stellvertretender Präses des ev.-ref. Synodalverbandes Südliches Ostfriesland, Pastorin Anne Ulferts, Pastorin der drei ev.-ref. Kirchengemeinden Möhlenwarf, Weenermoor und St. Georgiwold, deren Praktikantin Tabea Pante und die Referentin des katholischen Dekanats Ostfriesland Brigitte Hesse.
Joachim Braun bedauerte, die Beteiligten nicht eher über das Ende der Sonntags-Gedanken informiert zu haben. Die Veränderungen der OZ hätten ihn sehr in Anspruch genommen. „Aber Kirche, Glaube und christliche Werte sollen weiterhin Platz in der OZ finden“, betonte er. Er schlug unter anderem vor, in einer Serie wöchentlich Pastorinnen und Pastoren in einer Art „Homestory“ vorzustellen, die Interessantes aus ihrem Dienst zu berichten hätten und Stellung zu christlichen Werten bezögen. Sie sollten bereit sein, über ihr Leben zu erzählen. Eingehen könnten sie beispielsweise darauf, wie seitens der Kirche mit der Radikalisierung der Gesellschaft umgegangen werde. Die Serie könnte etwa im April starten. Es wäre schön, wenn der Chefredaktion in Frage kommende Theologen genannt würden.
Denkbar seien auch Gastkommentare kirchlicher Vertreter, erklärte Carmen Leonhard.
Deutlich wurde im Gesprächsverlauf, dass auf beiden Seiten Interesse besteht, darzustellen, wie vielseitig sich Kirche in die Gesellschaft einbringt und was sie zu aktuellen Entwicklungen zu sagen hat. Zu möglichen Themen wollen sich die Beteiligten wechselseitig informieren bzw. Anfragen stellen. Zu Beginn der Gesprächsrunde waren die OZ-Vertreter darauf eingegangen, wie es zu der Einstellung der Sonntags-Gedanken gekommen war. Braun erinnerte an die „Lesewert“-Untersuchung im Herbst vergangenen Jahres. Demnach sei diese Kolumne nur in sehr geringem Maß wahrgenommen worden sei. Auf deren Einstellung hätten sich auch nicht mehr als 30 Leser mit Protest gemeldet. Auf den Wegfall der Comic-Reihe „Hägar“ dagegen seien es einige Hundert gewesen. Leser selektierten, was sie interessant fänden, sagte der Chefredakteur. Das seien vor allem Themen aus ihrem unmittelbaren Alltag – etwa was die Wohnung (Miete, Hauskauf) oder den Einkauf betreffe. Wenn Kirche über Kirche berichte sei es anders, als wenn Journalisten die Themen aufbereiteten.
Superintendentin Olearius bedankte sich im Namen der Runde für den Empfang in der OZ und für die Offenheit der Chefredaktion, mit der diese auf Fragen und Kritik reagiert habe.
                                                                                                                                                                   Käthe Dübbel

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.