LesungenDas schwarze Brett 2Gottesdienste

Das Evangelium von heute - Tagesimpuls der Erzabtei Beuron

Wenn Gottesdienste, Andachten und Zusammenkünfte vorläufig nicht mehr stattfinden können, ist es ein Verlust, aber nicht das Ende von Kirche. Es gibt viele Ideen und Initiativen, die über die sozialen Medien alternative Formen von Spiritualität anbieten. Dazu gibt es über die streaming-Dienst Gottesdienstüber-tragungen, so jeden Sonntag um 11.00 Uhr und werktags um 19.00 Uhr mit unserem Bischof aus unserem Dom in Osnabrück. Zum Mitfeiern die Adresse: www.bistum-osnabrueck.de
Für die tägliche Einkehr empfiehlt sich u.a. ein Blick auf die Tagestexte des Schott. Auf den Internet-Seiten der Erzabtei Beuron finden Sie für jeden Tag das Tagesevangelium, die Lesungen sowie die entsprechenden liturgischen Gebete. So lässt sich leicht eine eigene Andacht mit den jeweiligen Texten des Tages zusammenstellen und feiern. Hier der direkte Link: https://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.htmlTagesimpuls

Empfehlenswert sind auch die Angebote der Jesuiten in Frankfurt unter der Adresse: https://www.jesuiten.org/news/wie-sie-am-sonntag-gottesdienst-feiern-koennen
bietet einen wöchentlichen Vorschlag für einen Hausgottesdienst

 

Beratungs- und  Gesprächsangebot der Caritas Ostfriesland

Viele persönliche Kontakte sind in diesen Zeiten nicht möglich oder erschwert.Das ist besonders schlimm, wenn Menschen HIlfe und Rat suchen. Gemeinden und auch das Bistum bieten telefonische Hilfe an, und so auch jetzt die Caritas Ostfriesland mit ihre Fachpersonal. Die Geschäftsführerin, Steffi Holle, ließ der Redaktion folgende  Mitteilung zukommen:
Der Caritasverband steht zur telefonischen Beratung für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung!
Melden Sie sich, wenn Sie in Not geraten oder einfach ein persönliches Gespräch benötigen.
Täglich erreichen Sie uns in der Zeit von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr.
Menschen aus dem Landkreis Aurich, dem Landkreis Wittmund und der Stadt Emden können sich unter der Nummer 04941/69833716 melden.
Menschen aus dem Landkreis Leer können sich unter folgender Nummer 0491/9279560 melden.

Stellungnahme des Katholikenrates im Bistum Osnabrück zum Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche

Die Frage nach dem Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche ist für die Zukunftsfähigkeit der Kirche von entscheidender Bedeutung und hoher Dringlichkeit. Das gilt auch angesichts der jüngsten Aussagen in dem apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“. Diese wichtige Frage wird beim Synodalen Weg eine große Rolle spielen und muss dort unvoreingenommen und ergebnisoffen beraten werden.
Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern sind Menschenrechte und in unserer Gesellschaft verfassungsmäßig verankert. Unbestritten ist auch, dass Frau und Mann vor Gott die gleiche Würde haben. Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass die katholische Kirche Frauen die gleichen Rechte abspricht und sie so durch derzeit bestehende Strukturen ausgrenzt.
Frauen gestalten das kirchliche Leben in Gemeinden und katholischen Verbänden maßgeblich mit. Deutlich mehr Frauen als Männer sind in Pfarrgemeinderäten, der Katechese, im Religionsunterricht, der familiären Glaubensvermittlung und der Diakonie und Caritas tätig. Auch in den Hauptamtlichen-Teams der Pfarreien ist der Frauenanteil groß, wie z.B. in den Berufsgruppen der Gemeinde- und Pastoralreferent*innen.
Auf allen kirchlichen Organisationsebenen, in den Caritasverbänden mit ihren angeschlossenen Fachverbänden, in den katholischen Beratungs-, Pflege- und Krankenhaus-Einrichtungen, in den Stiftungsschulen, in der Seelsorge und der Verwaltung sowie in katholischen Vereinen und Verbänden - übernehmen Frauen Verantwortung. Dort jedoch, wo die Übernahme von Verantwortung an das Weiheamt gebunden ist, sind Frauen aufgrund ihres Geschlechtes ausgegrenzt, und dadurch werden ihre Kompetenzen nicht genutzt.
Bischof Dr. Franz-Josef Bode setzt sich als Vorsitzender der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz seit Jahren für eine Stärkung der Rolle der Frauen in der Kirche ein. Ihm ist es ein Anliegen, innovative Wege in unserem Bistum zu gehen. Im letzten Jahr wurde die Gemeindeleitung durch hauptamtliche Laien im Bistum Osnabrück nach Canon 517, §2 des
Kirchenrechts eingeführt. Diese Regelung ermöglicht, dass erstmals Frauen die Leitung von Pfarrgemeinden im Bistum Osnabrück übernehmen können. Als Katholikenrat befürworten wir eine Ausweitung dieses Modells auf weitere Pfarreien/Pfarreiengemeinschaften.
Wir unterstützen die engagierten Bemühungen, die „Kirche der Beteiligung“ in unserem Bistum weiter umzusetzen und damit Frauen und Männer zunehmend in die Gestaltung von Kirche einzubeziehen.
Alle Christinnen und Christen sind aufgrund ihrer Taufe dazu berufen, Zeugnis für das Evangelium zu geben. Wir sprechen uns für Beauftragungen von befähigten Laien zur Predigt, zur Taufspendung, Eheschließungsassistenz, zum Krankensegen und zum Beerdigungsdienst aus.
Kooperative, gleichberechtigte Leitungsmodelle, in denen Frauen und Männer, Kleriker und Laien gemeinsam Verantwortung übernehmen, sichern eine gerechte Verteilung von Macht.
Im Wissen um die lehramtlichen Aussagen in dieser Frage 1 setzen wir uns als Katholikenrat dennoch ein für einen gleichberechtigten Zugang von Frauen und Männern zu allen kirchlichen Diensten und Ämtern bis hin zu den Weiheämtern. Wir beziehen uns dabei auf die „Osnabrücker Thesen“, die formulieren, dass „nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern begründungspflichtig ist, sondern deren Ausschluss“.2
Die Frage des Zugangs von Frauen hat auch eine starke ökumenische Relevanz. Sie betrifft alle Generationen, wobei mutige Entscheidungen vor allem für die Zukunft der jungen Generation in einer glaubwürdigen Kirche notwendig sind.
Georgmarienhütte, 7. 3. 2020
Vollversammlung des Katholikenrates

1 Apostolisches Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ , Papst Johannes Paul II., 22.05 1994
2 „Frauen in kirchlichen Ämtern, Reformbewegungen in der Ökumene“, Osnabrücker Thesen, 09.12.2017https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/OSNABRUeCKER-THESEN

Ostfriesen-Zeitung an kirchlichen Themen interessiert

Gespräch zwischen Chefredaktion und Vertretern der Kirchen in Ostfriesland
Die „Gedanken zum Sonntag“, die Mitte Januar zum letzten Mal in der Ostfriesen-Zeitung erschienen sind, werden trotz einiger Einwände nicht wieder belebt. Das erfuhren Vertreter ostfriesischer Kirchen am 25. Februar im Gespräch mit der OZ-Chefredaktion. Positiv nahmen sie zur Kenntnis, dass seitens der OZ großes Interesse daran bestehe, kirchliche Themen in der Zeitung zu haben. Verabredet wurde, sich etwa halbjährlich zu treffen. Die nächste Zusammenkunft soll nach den Sommerferien in der Superintendentur des Kirchenkreises Emden-Leer sein.
Beteiligt am Gespräch im Verlagshaus der OZ an der Maiburger Straße in Logabirum waren seitens der OZ Chefredakteur Joachim Braun und die stellvertretende Chefredakteurin Carmen Leonhard sowie seitens der Kirchen die Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Christa Olearius, die Pressesprecherin des Ev.-luth. Sprengels Ostfriesland-Ems Dr. Hannegreth Grundman, die Pressebeauftragte des Kirchenkreises Emden-Leer Käthe Dübbel, der Pressesprecher der Ev.-ref. Kirche Ulf Preuß, Pastor Ingo Brookmann (Loga) als stellvertretender Präses des ev.-ref. Synodalverbandes Südliches Ostfriesland, Pastorin Anne Ulferts, Pastorin der drei ev.-ref. Kirchengemeinden Möhlenwarf, Weenermoor und St. Georgiwold, deren Praktikantin Tabea Pante und die Referentin des katholischen Dekanats Ostfriesland Brigitte Hesse.
Joachim Braun bedauerte, die Beteiligten nicht eher über das Ende der Sonntags-Gedanken informiert zu haben. Die Veränderungen der OZ hätten ihn sehr in Anspruch genommen. „Aber Kirche, Glaube und christliche Werte sollen weiterhin Platz in der OZ finden“, betonte er. Er schlug unter anderem vor, in einer Serie wöchentlich Pastorinnen und Pastoren in einer Art „Homestory“ vorzustellen, die Interessantes aus ihrem Dienst zu berichten hätten und Stellung zu christlichen Werten bezögen. Sie sollten bereit sein, über ihr Leben zu erzählen. Eingehen könnten sie beispielsweise darauf, wie seitens der Kirche mit der Radikalisierung der Gesellschaft umgegangen werde. Die Serie könnte etwa im April starten. Es wäre schön, wenn der Chefredaktion in Frage kommende Theologen genannt würden.
Denkbar seien auch Gastkommentare kirchlicher Vertreter, erklärte Carmen Leonhard.
Deutlich wurde im Gesprächsverlauf, dass auf beiden Seiten Interesse besteht, darzustellen, wie vielseitig sich Kirche in die Gesellschaft einbringt und was sie zu aktuellen Entwicklungen zu sagen hat. Zu möglichen Themen wollen sich die Beteiligten wechselseitig informieren bzw. Anfragen stellen. Zu Beginn der Gesprächsrunde waren die OZ-Vertreter darauf eingegangen, wie es zu der Einstellung der Sonntags-Gedanken gekommen war. Braun erinnerte an die „Lesewert“-Untersuchung im Herbst vergangenen Jahres. Demnach sei diese Kolumne nur in sehr geringem Maß wahrgenommen worden sei. Auf deren Einstellung hätten sich auch nicht mehr als 30 Leser mit Protest gemeldet. Auf den Wegfall der Comic-Reihe „Hägar“ dagegen seien es einige Hundert gewesen. Leser selektierten, was sie interessant fänden, sagte der Chefredakteur. Das seien vor allem Themen aus ihrem unmittelbaren Alltag – etwa was die Wohnung (Miete, Hauskauf) oder den Einkauf betreffe. Wenn Kirche über Kirche berichte sei es anders, als wenn Journalisten die Themen aufbereiteten.
Superintendentin Olearius bedankte sich im Namen der Runde für den Empfang in der OZ und für die Offenheit der Chefredaktion, mit der diese auf Fragen und Kritik reagiert habe.
                                                                                                                                                                   Käthe Dübbel

Zwischen Bereitschaft und tatsächlicher Organspende klafft eine Lücke

Die Situation in Deutschland ist paradox: Die Zahl der Menschen mit Organspendeausweis ist von 25 Prozent im Jahr 2010 auf 36 Prozent im Jahr 2018 gestiegen, ebenso hat die in Umfragen bekundete Spendenbereitschaft in diesem Zeitraum um fünf Prozentpunkte zugenommen. Doch gleichzeitig werden immer weniger Organe tatsächlich gespendet. Wie kann das sein? Dafür werden drei Gründe genannt:
1. Die deutsche Entscheidungslösung führe dazu, dass viele Menschen der Organspende zwar grundsätzlich positiv gegenüberstehen und das in Umfragen bekunden, sich aber keine konkreten Gedanken machen, was nach ihrem Tod mit ihren Organen passiert und zum Beispiel trotz Spendenbereitschaft keinen Organspendeausweis besitzen.
2. 2012 wurde der größte Organspende-Skandal in der Geschichte der Bundesrepublik aufgedeckt: In Göttingen, Regensburg, München und Leipzig haben Mediziner/-innen Krankenakten gefälscht, um ausgewählte Patientinnen und Patienten bevorzugt mit Spenderorganen zu versorgen. Der Skandal sorgte für viel öffentliche Empörung, in den Folgejahren sanken die Spenderzahlen. Um Vorfälle wie diese in Zukunft zu verhindern, wurde im Jahr 2012 eine Überwachungskommission und eine Prüfungskommission von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband der Krankenkasse gegründet. Die Kommissionen überprüfen seither, ob sich die deutschen Transplantationszentren an die Richtlinien bei der Vermittlung von Spenderorganen und der Organisation der Wartelisten halten.
3. Organspenden waren für die Entnahmekliniken bislang ein Minusgeschäft. Denn der Pauschalbetrag, den die Krankenkassen an die Krankenhäuser zahlen, deckt laut diesen nur die Operation ab, nicht aber die vorherige Versorgung der Patient/-innen auf der Intensivstation. Zudem haben die Transplantationsbeauftragen der Krankenhäuser im Alltagsgeschäft kaum Zeit für ihre Aufgabe. Deswegen würden viele Kliniken nicht alle potentiellen Organspender melden.

 Text aus Pfarrbriefservice.de Bild: Hardy Welsch in Pfarrbriefservice.de

Bistumshaushalt umfasst rund 189 Millionen Euro

Kirchengemeinden erhalten größten Teil der Ausgaben

Das Bistum Osnabrück plant seinen diesjährigen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 188,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresplan sind das nach Angaben von Finanzdirektor Joachim Schnieders rund 4,7 Millionen Euro mehr. Der Haushalt könne allerdings nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgeglichen werden, sagte Schnieders bei der Vorstellung des Haushaltplanes am Dienstag (14. Januar) in Osnabrück. Aufgrund der nach wie vor guten Wirtschaftslage geht Schnieders auch in diesem Jahr von einem leichten Zuwachs des Kirchensteueraufkommens aus.
Insgesamt 85 Prozent seiner Einnahmen erhält das Bistum durch die Kirchensteuer. Der größte Teil der Haushaltsmittel für dieses Jahr geht mit rund 62,2 Millionen Euro oder knapp einem Drittel der Gesamtausgaben an die 208 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen. Die Schlüsselzuweisungen für die Kirchengemeinden wurden pauschal um drei Prozent angehoben.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „Caritas, soziale Dienste“, der 33,1 Millionen Euro erhält. Dazu gehören u.a. die Zuschüsse des Bistums für die Kindertagesstätten (15,5 Millionen Euro), die Caritasverbände (9,2 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (3,1 Millionen Euro). In den Bereich „Bildung, Kunst, Medien“ investiert das Bistum rund 28,3 Millionen Euro. Der Großteil davon fließt in die katholischen Schulen.
Trotz des Zuwachses beim Kirchensteueraufkommen aufgrund der guten Wirtschaftslage in Deutschland muss das Bistum laut Schnieders langfristig aber mit einem Rückgang des Steueraufkommens rechnen. Grund dafür seien rückläufige Taufzahlen, erhöhte Sternbezahlen und „deutlich erhöhte Kirchenaustrittszahlen“.
In einem Faltblatt unter dem Titel „Einblick – Kirchensteuer 2020“ hat das Bistum wieder Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer zusammengestellt. Der Flyer ist in den Kirchengemeinden erhältlich, außerdem in der Finanzabteilung des Bischöflichen Generalvikariates, Hasestraße 40 a, 49074 Osnabrück, Tel. 0541 318-171, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder  www.bistum-osnabrueck.de/finanzen

 Digitalisierte Kirchenbücher - El Dorado für Familienforscher

Die Einträge in Kirchenbüchern aus 145 Pfarreien im Bistum Osnabrück können jetzt im Internet eingesehen werden. Georg Wilhelm, Joachim Herrmann und Maria Rehnen (von links) von Osnabrücker Bistumsarchiv haben sich um die digitale Aufbereitung der Seiten gekümmert.
(Bild: Bistum Osnabrück)

 

 

Das Bistumsarchiv kommt damit nach Angaben von Dr. Georg Wilhelm, der das Archiv betreut, zahlreichen Anfragen vor allem aus den USA und den Niederlanden entgegen, wo heute noch viele Nachfahren von Auswanderern aus dem Bistum Osnabrück leben. Das kostenlose Angebot sei „eine Fundgrube für Familienforscher“. Bis zum Jahr 1875 sind laut Wilhelm die Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern oft der einzige Nachweis, dass eine Person überhaupt existiert hat: „Kirchenbücher liefern demografische Daten, geben Auskunft über gesellschaftliche Zusammenhänge, über Zuwanderung, aber auch Wegzug oder Auswanderung, Todesursachen, Todesalter, welchen Beruf jemand ausgeübt hat und wie seine gesellschaftliche Stellung war.“
Aufgrund von kirchenrechtlichen Schutzfristen sind die ins Internet eingestellten Daten mindestens 100 Jahre alt. Die ältesten Kirchenbücher stammen aus der emsländischen Gemeinde St. Nikolaus in Groß-Hesepe und gehen zurück bis ins Jahr 1612.

Die Kirchenbücher sind einsehbar über: http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck

 

Kirchliche Datenschützer erleichtern Umgang mit Fotos von Minderjährigen

Die Diözesandatenschutzbeauftragten verwerfen ihre bisherige Rechtsauffassung beim Umgang mit Bildern von Minderjährigen: Eine pauschale Einwilligung der Sorgeberechtigten genügt nun – unter Umständen braucht es nicht einmal die.
Der datenschutzkonforme Umgang mit Fotos, die Kinder und Jugendliche zeigen, ist künftig deutlich einfacher geregelt. Die Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten hat in einem am Montag veröffentlichten Beschluss ihre bisherige Rechtsauffassung revidiert: Die Datenschützer sehen es nun als zulässig an, für die Veröffentlichung von Fotos eine pauschale Einwilligung der Sorgeberechtigten einzuholen, etwa für ein ganzes Schul- oder Kindergartenjahr oder bestimmte Veranstaltungen wie Sommerlager. Die Einwilligung kann bereits bei der Anmeldung oder am ersten Schul- oder Kitatag eingeholt werden. Damit ändert die Konferenz ihre bisherige Position, gemäß der eine Freigabe jedes einzelnen Bildes durch die Sorgeberechtigten nötig war. Wörtlich heißt es in dem neuen Beschluss: "Das Erfordernis, dass das konkrete Bild im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung vorliegen soll, entfällt."
Quellbild anzeigenUnter Umständen kann auf Einwilligungen ganz verzichtet werden. Neben der Einwilligung sieht die Konferenz für die Erhebung (Fotografieren) und die Veröffentlichung nun auch eine Interessensabwägung als mögliche Rechtsgrundlage an. Damit kann unter bestimmten Voraussetzungen auch auf eine explizite Einwilligung der Sorgeberechtigten verzichtet werden. Auf der Grundlage einer Interessensabwägung zwischen Einrichtung und Abgebildeten können damit Bilder erhoben und veröffentlicht werden, ohne dass eine Einwilligung eingeholt werden muss. Als Kriterien dafür nennt der Beschluss den Paragraph 23 des Kunsturhebergesetzes. Darin sind verschiedene Ausnahmen von der Erfordernis einer Einwilligung genannt wie etwa "Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen", Bilder aus dem Bereich der Zeitgeschichte und Bilder, auf denen die abgebildete Person nur als "Beiwerk" neben dem eigentlichen Motiv erscheint. Bereits im Juli 2018 hatte die Konferenz darauf hingewiesen, dass diese Rechtsgrundlage unter bestimmten Umständen anwendbar sei.
Mit dem Beschluss, der bereits am 4. April verabschiedet und erst jetzt veröffentlicht wurde, hebt die Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten erstmals eine vorher getroffene Aussage explizit auf. Beschlüsse der Konferenz, der die fünf Diözesandatenschutzbeauftragten Deutschlands angehören, haben keine Gesetzeskraft; sie dokumentieren die Rechtsauffassung der kirchlichen Aufsichtsbehörden, die sie bei ihrer Arbeit anwenden. Gegen konkrete Entscheidungen der Diözesandatenschutzbeauftragten kann auf dem Rechtsweg vorgegangen werden. Dazu wurden eigens kirchliche Datenschutzgerichte eingerichtet.
Seit dem 24. Mai 2018 gilt in der katholischen Kirche in Deutschland das Gesetz über den kirchlichen Datenschutz, das weitgehend den staatlichen Regelungen der europäischen Datenschutzgrundverordnung entspricht. Um die Praktikabilität des kirchlichen Datenschutzes hat sich seither eine Debatte in der Kirche entsponnen. Verbände wie die Gesellschaft katholischer Publizisten und Experten aus Öffentlichkeitsarbeit und Pastoral kritisierten einzelne Regelungen deutlich. Fälle wie der einer Kita, in deren Publikationen Fotos von Kindern geschwärzt wurden, gingen durch die Presse. Zuletzt hatte der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Anfang Mai eine Stellungnahme verabschiedet, in der unter anderem eine Überprüfung der Regeln für den Umgang mit Einverständniserklärungen bei Fotos von Minderjährigen gefordert wurde. (fxn)

Handeln

Im Augenblick wird die Fragehttps://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQ83mfjwP1KKiC3wtf-e5WS8UP__WK8T8-Zgo8P0NL-HuHWt_nw
nach der Hoffnung an vielen Stellen gestellt.
Sie irritiert mich,
denn sie wird oft lamentierend                                  
und vor allem Handeln gestellt.                            
Erst will man in der Aussicht versichert sein,
dass alles gut geht,
allenfalls will man dann handeln
und seinen Teil zum guten Ausgang beitragen.    
Vielleicht sollten wir die Frage
nach dem guten Ausgang vergessen,
denn sie ist nicht beantwortbar.
Es garantiert uns keiner,
dass das Leben auf der Erde
in absehbarer Zeit nicht kollabiert,
auch kein Regenbogen.
Hoffen heißt: handeln, als hoffte man.
Hoffen lernt man dadurch,
dass man handelt, als sei Rettung möglich.  

                                                     Fulbert Steffensky in Pax-Post 1-2019

 

Gott geht uns voraus

Gott geht uns voraus
lockt uns
ins neue Leben,
lacht uns entgegen,
wenn
Mutlosigkeit
ihre Schatten
wirft.
Wir werden
Neuland
entdecken,
Wegzeichen,
Himmel
hinter dem
Horizont.

www.anderezeiten.de, in: Pfarrbriefservice.deBild: Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

Glauben

Manchmal stößt man ja auf Sätze, auf Spruchweisheiten, die bestechend sind, einladen zum Lachen oder zur Zustimmung, die die Stirne runzeln lassen oder aufregen....

Nachfolgend eine solche kleine Weisheit von Albert Schweitzer:

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."

Wie wahr! Glauben und Glauben leben gehören eben doch untrennbar zusammen, oder wie andere es gesagt haben: Kampf und Kontemplation (Frère Roger), Politik und Mystik (Johann Baptist Metz).

Na, Gott sei Dank!
Die katholische Kirche einigt sich mit der GEMA auf neuen Gesamtvertrag

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat sich mit der GEMA auf eine neue Regelung zur pauschalen Vergütung von urheberrechtlich relevanter Musik bei Aufführungen auf Gemeindeveranstaltungen und Konzerten verständigt. Die Kirchengemeinden müssen die Vergütungen für die musikalischen Aufführungen nun nicht mehr selbst zahlen.
Der neu ausgehandelte Vertrag zwischen der katholischen Kirche und der GEMA hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das gibt den katholischen Einrichtungen langfristig Planungs- und Rechtssicherheit bei der Durchführung der Veranstaltungen. Durch die Pauschalzahlung sind zahlreiche Veranstaltungen der kirchlichen Einrichtungen abgedeckt. Konzerte der Ernsten Musik oder Gospelgesang unterliegen lediglich einer Meldepflicht. Nur Konzerte der Unterhaltungsmusik sind vom Vertrag nicht erfasst und sind sowohl zu melden als auch zu vergüten. Zudem wurde der Vertrag mit Rückwirkung ab dem 1. Januar 2018 geschlossen. Somit sind bereits durchgeführte und gemeldete Veranstaltungen nachträglich von der neuen pauschalen Regelung erfasst. Bereits gestellte Rechnungen werden von der GEMA storniert, gegebenenfalls bereits bezahlte Rechnungen werden zurückerstattet.
„Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit der GEMA wieder eine vertragliche Regelung für die Musiknutzungen bei Aufführungen in kirchlichen Einrichtungen zu erreichen“, sagt Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, Geschäftsführer des VDD.
In den Verhandlungen in 2017 konnte zunächst keine Einigung über einen neuen Pauschalvertrag zur Abdeckung von Musiknutzungen auf Kirchenfesten und in Konzerten erreicht werden. Zu weit lagen die Vorstellungen über die Geltungsdauer des Vertrages, über den Umfang der vertraglich zu vereinbarenden Meldepflichten und über die Höhe der jährlich zu zahlenden Vergütung auseinander.
Die Kündigung des bisher geltenden Pauschalvertrages durch die GEMA hatte vielfach zu erheblichen Verunsicherungen in den Pfarreien und Gemeinden geführt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass mit dem neuen Pauschalvertrag eine gute Vereinbarung sowohl für die Urheber der Musikwerke als auch für unsere Einrichtungen gefunden wurde“, so Langendörfer.
Der VDD hat das Mandat, für die (Erz-)Diözesen und deren Einrichtungen in Deutschland Verträge mit den Verwertungsgesellschaften zu schließen.
Hinweis:
Das aktualisierte Merkblatt zur Nutzung von Musikwerken bei kirchlichen Feiern (GEMA) sowie der aktualisierte Fragebogen zu Musiknutzungen bei Konzerten und Veranstaltungen von Kirchengemeinden (VDD, GEMA) sind unter „Über uns – Verband der Diözesen Deutschlands – Dokumente“ verfügbar.

                         Quelle: www. Deutsche Bischofskonferenz.de   Pressemeldung vom 6. Juni 2018

Fotogalerie - auch in 2017

Jedes Jahr gibt es Ereignisse in den ostfriesischen Gemeinden oder auch auf Dekanatsebene, die für alle, die sich für katholische Kirche interessieren, wert sind, in Wort und Bild festgehalten zu werden. Während die Wortbeiträge auf der Dekanatshomepage dann aber wieder verschwinden, bleiben Bilder, die davon berichten, in einer Jahres-Fotogalerie erhalten. Vielleicht haben Sie diese Galerien, von denen es nun schon fünf Jahrgänge gibt, besher übersehen, das sie oberhalb derPräsentationsleiste angebracht ist. Ich wünsche mir, dass dort auch von Ihnen und Euch Bilder aus Gemeindeleben oder Aktionen, die für alle interessant sind, eingebracht werden, so dass die Galerie während des Jahres wächst. Einfach per mail, möglichst schon für die web-Verwendung bearbeitet, an mich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Es ist auch spannend, die letzten Jahrgänge mal anzusehen....

Noten kopieren? - Die neue Rechtslage

Immer wieder gibt es Unsicherheiten über das Recht, Noten und Lieder für den Gebrauch in den Kirchengemeinden zu kopieren. Oft wird dies einfach getan im Glauben, durch den Sammelvertrag der deutschen Diözesen sei dies erlaubt. Das ist aber nicht so. Nachdem der Vertrag sogar seitens der VG Musik gekündigt worden war, ist nun ein neues Übereinkommen geschafft, das auch Rechtssicherheit gibt. Dieser Vertrag ist von Diözersanmusikdirektor Martin Tigges weitergeleitet worden und hier als PDF-Dokument zu lesen:

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Ostfriesland: Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften

Im Dekanat Ostfriesland sind die Vorgaben des Perspektivplans erreicht: Das Dekanat Ostfriesland besteht aus 17 Gemeinden mit insgesamt 23 Kirchen und zwei Kapellen, die sich im Zuge des Perspektivplans 2018 zurzeit wie folgt in 5 Pfarreiengemeinschaften aufstellen:

 

Pfarreiengemeinschaft „Küste“ mit 7695 Gemeindemitgliedern
         Norden, Norderney, Juist, Baltrum, Esens, Langeoog und Spiekeroog

Pfarreiengemeinschaft „NeuAuWieWitt“ mit 7574 Gemeindemitgliedern
         Neustadtgödens, Aurich, Wiesmoor und Wittmund

Pfarreiengemeinschaft  MOWELELE mit 7992 Gemeindemitgliedern
         Leer St. Michael, Leer St. Marien, Oldersum, Weener

Pfarreiengemeinschaft "Overledingerland" mit 9239 Gemeindemitgliedern
         Westrhauderfehn - Flachsmeer

Pfarreiengemeinschaft Emden-Borkum mit 6066 Gemeindemitgliedern
         Emden - Borkum

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