Pfingsten - alle Tage

 

Komm, heiliger Geist
sende uns deine Kraft,
wo wir erlahmen
im Einsatz für Arme und Benachteiligte,
im Aufdecken von Ungerechtigkeiten
in Politik und Wirtschaft.

Komm, heiliger Geist,                                                                   
sende uns Ausdauer
im Barmherzigsein und Verzeihen
uns selbst gegenüber und
gegenüber allen Schwestern und Brüdern,
mögen sie uns auch noch so fern stehen.

Komm, heiliger Geist,
öffne die verschlossenen Türen
zu jenen, die fremd und unverstanden
neben uns gehen und voller Sehnsucht sind,
öffne auch die Räume zu unserem eigenen Inneren,
zu den verborgenen Ängsten und Verletzungen.

Komm, heiliger Geist,
erfülle uns alle mit deiner tröstenden Nähe,
besonders jene, die allein sind,
deren Tränen der Einsamkeit niemand trocknet,
die verwaisten Kinder, verlassenen Partner,
vor allem nimm dich unserer alten Menschen an.

Komm, heiliger Geist,
erneuere unsere Kirche,
damit sie die Zeichen der Zeit erkennt,
Strukturen zu ändern wagt,
ohne Glaubenskerne zu verwässern,
und stärke in uns allen die Liebe zu Gott.

Komm, heiliger Geist,
komm, komm endlich,
lass uns nicht länger flehen,
komm, jetzt und heute
und lass uns dankbar erkennen,
wo du schon gekommen bist.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

Frauen....

wenn eine frau das WORT geboren hat, warum sollten frauen dann das wort nicht von der Kanzel verkünden?
wenn eine frau für ihr zuhören gelobt wird, warum sollten frauen dann das gelernte nicht auch lehren?
wenn eine frau die füsse jesu küsste, warum sollten frauen dann den altar nicht küssen dürfen?
wenn eine frau den leib christi salben konnte, warum sollten frauen dann nicht zum salbungsdienst befähigt sein?
wenn eine frau jesu sinnungswandel durch ein brotwort bewirkte, warum sollten frauen dann bei der wandlung nicht das brotwort sprechen?
wenn eine frau von jesus krüge voller wein erbitten konnte, warum sollten frauen dann über einen kelch mit wein nicht auch den segen beten?
wenn eine frau den jüngern als apostelin voranging, warum sollten frauen dann zur apostelnachfolge nicht aufgerufen sein?                                                                          
Andreas Knapp       Bild: Pfarrbriefservice.de

Geschenke

nimm Neues
in Blick

zeige und bereite
öffne und weite
- den Horizont

wäge und wage
entfalte und gestalte
- Leben

in jedem Augenblick
neu

„Seht her,
ich mache … Neues“
(Jes 43,19)

Klaus Jäkel in : Pfarrbriefservice.de

Ein Bild vom Frieden

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstlerinnen und Künstler dazu ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
Alle Malerinnen und Maler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König zwei am besten. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.
Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. Im See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Am düsteren grauen Himmel über den Bergen jagten sich wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und auch fast schon den Donner krachen hören. An einem der Berge stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe, der Bäume, Geröll und kleine Tiere mit sich riss. Keiner, der dieses Bild sah, verstand, wieso es hier um Frieden gehen sollte.
Doch der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem Frieden.
Welches Bild gewann den Preis?
Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: „Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung, und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben.“

Feiern erlaubt

Es ist - auch 29 Jahre nach dem Geschehen- immemr noch ein Wunder, dass die Geschichte ohne Gewalt eine neue Seite aufschlug: das Fallen der Mauer, die deutsche EInheit, die scih bis heute zwar als ein mühsamer Prozess zeigt, aber doch voran kommt und immer noch ein Beispiel für weiterhin gespaltene Staaten ist, wie z.B. Korea. Hier ist zusammengekommen, was auch immer zusammengehört; das Wunder und die Arbeit daran, es wirklich wirksam werden zu lassen. Wenn etwas geschieht, womit wir nicht rechnen konnten, ist das immer der Auftakt zu einem weiteren Tun, das nach uns selbst, unserem Herzblut, unserem Einsatz ruft. Auch in der Kirche.

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