Feiern erlaubt

Es ist - auch 29 Jahre nach dem Geschehen- immemr noch ein Wunder, dass die Geschichte ohne Gewalt eine neue Seite aufschlug: das Fallen der Mauer, die deutsche EInheit, die scih bis heute zwar als ein mühsamer Prozess zeigt, aber doch voran kommt und immer noch ein Beispiel für weiterhin gespaltene Staaten ist, wie z.B. Korea. Hier ist zusammengekommen, was auch immer zusammengehört; das Wunder und die Arbeit daran, es wirklich wirksam werden zu lassen. Wenn etwas geschieht, womit wir nicht rechnen konnten, ist das immer der Auftakt zu einem weiteren Tun, das nach uns selbst, unserem Herzblut, unserem Einsatz ruft. Auch in der Kirche.

Ermutigung zum Handeln

Wenn du dir die Hände
nicht schmutzig machen willst
und dir einredest,
dass genug andere Menschen aktiv werden könnten,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich für die Wahrheit zu entscheiden.
Wenn du merkst,
dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich einzumischen
und Partei zu ergreifen für ein Leben in Würde.
Wenn du erkannt hast,
was auf dem Spiel steht,
aber vor den damit verbundenen Hindernissen zurückschreckst,
dann wünsche ich dir den Mut,
über deinen Schatten zu springen.

Angela Lohausen, Früh-/Spätschichten MISEREOR-Fastenaktion 2012

Wenn man ans Meer kommt
  soll man zu schweigen beginnen
  bei den letzten Grashalmen
  soll man den Faden verlieren

  und den Salzschaum
  und das scharfe Zischen des Windes
  einatmen
  und ausatmen
  und wieder einatmen

  Wenn man den Sand sägen hört
  und das Schlurfen der kleinen Steine
  in langen Wellen
  soll man aufhören zu sollen
  und nicht mehr wollen wollen
  nur Meer

  Nur Meer

                                     Erich Fried

Lernen - im Buch der Lebenskunst

Das Buch der Sprichwörter aus dem sog. Alten Testament ist, so Wolfgang Raible in "Anzeiger für die Seelsorge" 7/8 2015, ein Handbuch der Lebenskunst . So alt es ist, nämlich fast 2500 Jahre, so aktuell ist es doch noch oft für unsere Welt, die Kirche, unser Alltagsleben. Und daraus dann ein Beispiel, das unserem geordneten Strukturen echt zuwiderzulaufen scheint:

"Geh zur Ameise, du Fauler, betrachte ihr Verhalten und werde weise. Sie hat keinen Meister, keinen Aufseher und Gebieter, und doch sorgt sie im Sommer für Futter, sammelt sich zur Erntezeit Vorrat." (Sp. 6,6ff) Nach dem Buch Hiob hat Gott dem Menschen die Tiere als Lehrmeister gegeben. Die Ameise begegnet uns hier als Vorbild für unermüdliche und wohlorganisierte Arbeit. Jede Einzelne setzt sich ungezwungen und eigenverantwortlich ein für die anderen ein und sorgt durch ihren Fleiß für das Überleben aller. Auch ohne erkennbare Leitungsstrukturen herrscht kein Chaos im Ameisenhaufen. Stellen Sie sich das einmal vor: Vorgesetzte befehlen und drohen nicht, sondern vertrauen darauf, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst Ideen für ein gut koordiniertes Zusammenwirken entwickeln....

Und in unseren Pfarreiengemeinschaften: alle fühlen sich mitverantwortlich für die Zukunft von Kirche, von Gemeinden. Jeder und Jede tut das, was er/sie am besten kann- zum Wohl aller. Und EIfersucht und Gezänk um „Pfründe“ sind Fremdwörter…..!

Unzerstörbar

Ein Pastor hielt einen 50-Euro Schein hoch und fragte die Gottesdienstbesucher: "Wer möchte diesen Geldschein haben?" Alle Hände gingen hoch. Dann zerknitterte er den Geldschein und fragte, ob ihn immer noch einer haben wollte. Die Hände waren wieder alle oben. Dann fragte er: "Was ist, wenn  ich das tue?" Er warf den Geldschein auf den Boden, rieb ihn mit seinen Schuhen auf dem dreckigen Boden hin und her und hob ihn  wieder auf. Der Geldschein war zerknittert und völlig dreckig. "Nun, wer möchte ihn jetzt immer noch haben?" Es hoben noch immer alle die Hand. Dann sagte der Pastor: "Liebe Freunde, wir haben gerade eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah, ihr wolltet den Schein haben, weil er nie seinen Wert verloren hat, er ist immer noch 50 Euro wert. Manchmal passiert es in unserem Leben, dass wir zerknittert sind, mit den Füßen getreten und in den Dreck geschmissen werden. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal, was passiert ist, oder passieren wird: Wir werden für Gott niemals an Wert verlieren. 
Quelle/Verfasser unbekannt

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen