Lachen macht menschlich

Lachen ist menschlich
ur-menschlich
und macht menschlich

Lachen verbindet
vereint
verschwistert Jung und Alt                                                                                                                                                                     
und Groß und Klein
Rassen und Klassen
Stämme und Völker
hautnah und weltweit

ein Lächeln von Herzen
kommt an
heilt und wirkt Wunder
verwandelt
gestaltet
formt und entfaltet

Runzeln zum Schmunzeln
Harm zu Charme
Fremde zu Freunden
im Nu
geschenkt und narrensicher

miteinander lachen
bringt Leben und Freude
Lebensfreude
zeigt und zeugt und öffnet
für alle ein Stück Himmel

Klaus Jäkel, In: Pfarrbriefservice.de

Regeln für Realpräsenz

Wir haben mit dem Leben
keinen unbefristeten Vertrag
Zeit schenkt sich nur
von nun auf jetzt

vertreibe deine Zeit doch nicht
und schlage sie auch nicht tot
gleich einer Fliege die belästigt
zerpflücke nicht den Tag

nutze die Zeitfenster
zum stillen Schauen
geistesgegenwärtig
bewohne deinen Leib

übergehe nicht die Rose unterwegs
bleib stehn und atme ihren Duft
nur der Augenblick ist wirklich
wann lebst du wenn nicht jetzt

Andreas Knapp

Unbekannte, ungenannte Heilige

Kein kirchliches Verfahren
wurde angestrengt,
um sie heilig zu sprechen.
Keine Wunder wurden ihnen nachgesagt.

Wir wissen nicht, wie sie aussahen.
Wir kennen ihr Leben nicht
Wir flehen sie nicht um ihre Fürbitte an.
Wir kennen nicht einmal ihren Namen.

Aber es gab sie und gibt sie:
Männer und Frauen,
verheiratet oder auch nicht,
gewiss nicht fehlerlos,
aber guten Willens.

Unzählige sind längst tot.
Unzählige leben heute
mitten unter uns.
Unbemerkt.

Menschen
wie du und ich.

Wie du und ich
berufen zur Heiligkeit.

Gisela Baltes, www.impulstexte.de. In: Pfarrbriefservice.de

OHNE ZU LÜGEN

Schaffe in mir gott ein neues herz 

das alte gehorcht der gewohnheit

schaff mir neue augen

die alten sind behext vom erfolg

schaff mir neue ohren

die alten registrieren nur unglück

und eine neue liebe zu den bäumen

statt der voller Trauer

eine neue zunge gib mir

statt der von der angst geknebelten

eine neue sprache gib mir

statt der gewaltverseuchten

die ich gut beherrsche

mein Herz erstickt an der ohnmacht

aller die deine Fremdlinge lieben

schaffe in mir gott ein neues herz

Und gib mir einen neuen geist

dass ich dich loben kann

ohne zu lügen

mit tränen in den augen

wenns denn sein muss

aber ohne zu lügen

Dorothee Sölle   -  
                      Der Text entstammt einer Sammlung von Pax Christi OS für Friedentexte/-gebete

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