Lesungen          Gottesdienste

Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte in Ostfriesland in Klausur

Nach Verschiebungen durch die Corona-Einschränkungen konnte die Klausurtagung der AG der PGR nun stattfinden: Im Jugendgästehaus in Papenburg trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den Pfarrgemeinde-räten um über Gemeindeentwicklungen, die Rolle der Gremien in der Leitung der Gemeinden und Erfahrungen mit diesem Ehrenamt nachzudenken. In intensiven Auseinandersetzungen, gegründet auch in biblischen Fundamenten, reflektierten die Beteiligten, was sie von ihren vor der Wahl gesteckten Zielen erreichen konnten, und was noch angepackt werden muss, damit die Gemeinden unter den veränderten Bedingungen von Priestermangel und Personalreduzierung wegen notwendiger finanzieller Einsparungen lebendig bleiben. Einen Ausblick gab es auch auf die anstehenden Wahlen im Herbst des nächsten Jahres. Welche Menschen werden gebraucht um als Gemeinde unter veränderten und sich ständig verändernden Vorzeichen eine Zukunft zu haben, wie und wo lassen sich diese finden und zur Mitarbeit motivieren? Dazu passt es, dass im synodalen Prozess das Thema „Macht“ aufgearbeitet wird und das Teilen von Macht unabdingbar wird, um noch zu „machen“. Jedenfalls ist klar und wurde von allen Beteiligten verstanden, dass die Zukunft der Kirche nur in einer „Kirche der Beteiligung“ liegen kann, die im Bistum Osnabrück schon zum Leitbild erhoben wurde.

!! Schnuppern für den Freiwilligendienst im Ausland 2022/23!!

Für einen Freiwilligendienst im Ausland ab Sommer 2022 gibt es noch die Möglichkeit zu schnuppern und sich zu bewerben. Wer selbst Interesse hat und/oder eine Person kennt, für die das interessant sein könnte findet unter folgendem Link die Möglichkeit sich für den Schnuppernachmittag am 12.10.2021 anzumel-den oder bis Ende Oktober einen anderen Termin auszumachen: Freiwilligendienste | FDA | Bewerbung | Alltagshelden gesucht (alltagshelden-gesucht.de)
Das Schnuppern ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Auswahlwochenende von 12.-14.11. in Sögel. Bei Fragen bitte direkt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Insiderblick auf den Fortgang des synodales Weges in Frankfurt

Es gab sie sofort: die kritischen Berichte über die 2. Vollversammlung des synodalen Wegs in Frankfurt, Wertungen, dass sich die Spaltungen verschärft hätten, das starke Auftreten von Widersachern des Reformprozesses, das Entsetzen über den chaotischen Abbruch des Unternehmens, da so viele vor Schluss schon abgereist waren....Deshalb tut es gut, einmal von einer Beteiligten etwas Positives und Hoffnungsvollens zu hören. Dr. Martina Kreidler-Kos, Leiterin des Seelsorgeamtes in der Diözese Osnabrück, schreibt in ihrem Blog (Quelle: www.bistum-onabrueck.de Folgendes:
"Zurück aus Frankfurt reibe ich mir die Augen: Ok, ich bin noch ziemlich müde von den drei intensiven Tagen. Ich hatte wenig Schlaf, unendlich viele Begegnungen, etliche Interviews, lange konzentrierte Sitzungsperioden (bei denen ich als Beraterin – fast – nur zuhören durfte), eine Zoom-Veranstaltung und daneben viele Gespräche im Plenarsaal, beim Essen und in den (wenigen!) Kaffeepausen.
Aber ich bin nicht nur erschöpft, ich bin auch verwundert, weil nun so viel vom abrupten Ende der Vollversammlung die Rede ist, der mangelnden Beschlussfähigkeit am späten Samstagnachmittag und vom Verdacht, das wäre denen, die alles so lassen wollen, wie es ist, gerade recht gewesen. Um es gleich zu sagen: Ich bin ermutigt und beschwingt von Frankfurt nach Hause gefahren! Weil es für das ausdrückliche Anliegen meines Forums – die Erneuerung der kirchlichen Sexuallehre – eine breite, eine ganz breite Zustimmung gegeben hat und weil so viele andere wichtige Anliegen richtig viel Rückenwind bekommen haben. Und nicht zuletzt, weil da so viele großartige Menschen waren, die ihre Kraft und ihren Verstand, ihre Liebe und ihre Lebenszeit der Kirche zur Verfügung stellen. Eine junge Synodale hat sogar in Kauf genommen, ihren 18. Geburtstag während der Vollversammlung zu feiern. Was für ein Einsatz!
Über 200 Katholik*innen haben sich während dieser zweiten Vollversammlung wirklich ins Zeug gelegt. Die Texte, über die gesprochen und abgestimmt wurde, machen eine konstruktive Zuordnung von Synodalität und Demokratie stark, nehmen neu Maß an demokratischen Standards, den Menschenrechten und der katholischen Soziallehre, sie betonen die Zeichen der Zeit und den Glaubenssinn des Gottesvolkes als Orte der Gotteserkenntnis, sie werben für eine Konfliktkultur innerhalb der Kirche. Sie denken konstruktiv und handfest über den Predigtdienst von Laien nach oder über spürbare Verbesserungen kirchlicher Verfahren. Und dann das Anliegen, für das mein Forum einsteht: Sexualität endlich und rückhaltlos als eine positive Kraft zu würdigen, als ein Geschenk Gottes, das viele kostbare Dimensionen hat, und Partnerschaft konsequent von der in ihr gelebten Liebe her zu denken. Unser Text, der all das beinhaltet, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Das Wort „Paradigmenwechsel“ fiel mehrfach – mit frohem, erleichtertem Unterton.
Endlich! Da wehte Aufbruchsstimmung durch den Saal, jemand sprach von einer „Sternstunde der deutschen Kirche“.
In all die Debatten haben sich auch die von Missbrauch Betroffenen konstruktiv und energisch eingemischt. Sie haben erinnert, warum wir das Ganze auf die Beine stellen und sich gegen den Vorwurf verwehrt, man würde sie instrumentalisieren. Sie fordern und fördern, beraten und unterstützen ausdrücklich diesen Synodalen Weg – mit kritischer Kraft. Auch das: Was für ein Einsatz! Ich habe einen großen und sehr verantwortlichen Veränderungswillen wahrgenommen – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Zum Einstieg durfte ich eine kleine Rede halten – zugegeben mit einigem Herzklopfen – und habe gesagt: „Es geht um nicht weniger als die Zukunft, das ist uns allen klar. Aber behalten wir ebenso klar, es geht um eine engagierte, erträumte Zukunft, nicht darum, sich irgendwie über die Zeit zu retten. Sondern diese Stunde, in die wir gestellt sind, mit Feuereifer, mit Wagemut und Weitsicht zu gestalten.“ Und genau das habe ich in Frankfurt erlebt."

Bistum Osnabrück gibt neuen monatlichen E-Mail-Newsletter heraus

„Gott sei Dank“ heißt der neue Newsletter des Bistums Osnabrück. Jeden Monat informiert er kostenlos per E-Mail über Themen rund um den Glauben und das Leben. Das Format liefert hilfreiche Tipps, Termine und geistreiche Impulse. So schreibt beispielsweise Autorin Andrea Schwarz in der ersten Ausgabe einen Impuls über „Anstößiges“ und Bischof Franz-Josef Bode erzählt, wann er gegen den Strom schwimmt. Außerdem berichten zwei Engagierte aus dem Bistum, wie sie Nachhaltigkeit im Alltag leben. Anmelden kann man sich für das neue Angebot unter www.bistum-osnabrueck.de/newsletter (Bild: Bistum Osnabrück)

 

 

"Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun" - Monat der Weltmission in Essen eröffnet

In Essen ist am Sonntag der traditionelle Monat der Weltmission der Hilfswerke missio Aachen und München eröffnet worden. Essens Bischof Franz-Josef Overbeck rief dabei zur "Geschwisterlichkeit mit allen Menschen auf der Erde" auf.
Die katholischen Hilfswerke missio in Aachen und München haben am Sonntag ihre bundesweite Jahresaktion eröffnet. Im Mittelpunkt des Monats der Weltmission steht in diesem Jahr das westafrikanische Land Nigeria, das muslimisch und christlich geprägt ist. Ein Schwerpunkt bei den derzeit 28 Hilfsprojekten von missio in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas ist der interreligiöse Dialog als Beitrag zu Frieden und Versöhnung.
Overbeck für "Geschwisterlichkeit mit allen Menschen auf der Erde"
Essens Bischof Franz-Josef Overbeck verwies in der Essener Kirche Sankt Gertrud auf das Leitwort der Aktion "Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun" und rief zur "Geschwisterlichkeit mit allen Menschen auf der Erde" auf. "Wir alle dürfen als Christen Experten für die Menschlichkeit um Gottes Willen sein, weil es unsere Mission ist, das Gute zu tun." Es gehe darum, Not zu lindern und "alle Menschen zu Schwestern und Brüdern zu machen".
Diese Solidarität darf nach den Worten Overbecks nicht an den Grenzen der eigenen Religion enden. Die Christen sollten sich dabei aber als "Glaubende im Dialog" verstehen. Die unterschiedlichen Kulturen dürften keine "parallel verlaufende Monologe" führen. Vielmehr müsse "eine Kommunikation durch aufrichtigen Dialog und ein echtes Hören aufeinander" Maßstab der Mission sein.
Höhepunkt Weltmissionssonntag
An dem Gottesdienst nahmen auch der Erzbischof von Abuja, Ignatius Kaigama, und der Emir von Wase teil. Sie treten in Nigeria immer wieder gemeinsam gegen Gewalt auf. Laut missio dürfen die blutigen Konflikte in Nigeria nicht als Religionskriege gedeutet werden. Sie würden aber – etwa von der Terrorgruppe Boko Haram – oft religiös aufgeladen. Eigentlich lebten aber Nigerias Christen und Muslime seit Jahren meist friedlich zusammen.
Während des Monats der Weltmission werden Projektpartner aus Nigeria drei Wochen lang Bistümer in Deutschland besuchen und von ihrer Arbeit berichten. Höhepunkt ist der Weltmissionssonntag am 24. Oktober mit Spendensammlungen und Kollekten in den Gottesdiensten. Mit dem Geld werden kirchliche Bildungs- und Infrastrukturprojekte in Afrika, Asien und Ozeanien finanziert. missio München beendet am 24. Oktober seine eigene Aktion, die den Senegal in den Mittelpunkt rückt, mit einem Gottesdienst in München. (stz/KNA- entnommen aus: www.katholisch.de  Bild: missio)

Neuer Pastor für Esens ernannt

In der Pfarreiengemeinschaft "Küste" ist nach dem Weggang von Pastor Risse ein neuer Pastor mit Wohnsitz im Pfarrhaus in Esens ernannt. Es ist ein Altbekannter, der aus Aurich stammende Rüdiger With, der bereits in Jugendgruppenzeiten und als "Strakoki" (Strandkorbkirche) 1979 sechs Wochen mit einem Team in Neuharlingersiel in der Urlauberseelsorge ein Praktikum absolvierte. Rüdiger With war in den letzten Ajnre schon einmal ein paar Jahre Pfarrer auf Borkum und zuletzt , nach seiner Promotion, die er im Bereich "Ökumene" bei Prof. Dr. Dorothea Sattler erreichte, in der Studenten- und Gemeindeseelsorge in Emden eingesetzt.  Seinen Dienst tritt er zum 1.1.2022 an.

 

 

Kirchliche Statistik für die Diözese Osnabrück 2020

Jedes Jahr werden die Amtshandlungen, die Zahl der Gottesdienstbesuche, Austritte, Ein- und Übertritte, sowie die Erlöse von Spendenaktionen in den Bistümern öffentlich gemacht. So auch für das zurückliegende Jahr 2020. Daraus lassen sich die Tendenzen für die nächste Zeit auslesen, was in Vielem die Sorgenfalten wachsen lässt, was aber da und dort Hoffungssignale setzt. Die einzelnen Zahlenwerte für alle Dekanate des Bistums, dann aber auch für die einzelnen Gemeinden, z.B. unseres Dekanats, sind als Anhang im Pdf-Format zu ersehen.

 

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Wenn eine tolle Idee die richtige Sprache findet …

Pflegt die Kirche eine elitäre Machtsprache? Den Vorwurf Drewermanns hält Thomas Winkel für zutreffend. Um auch nicht-religiöse Adressaten zu erreichen, fordert er: Fachsprache bitte nur da, wo unbedingt nötig – und Alltagssprache wann immer möglich.

Stell' dir vor, es gibt eine tolle Idee und niemand hört hin … Dann lässt sich herrlich jammern über "die Jugend von heute" oder über Menschen, denen anderes anscheinend wichtiger ist. Und die ach so wenig Vor-Wissen mitbringen, dass die tolle Botschaft buchstäblich nicht ankommt. Als ob!
Natürlich stellen sich auch heute viele die großen Fragen des Lebens, wie nicht nur der Boom bei Romanen zeigt: Fragen um Liebe und Verzeihen, um Schuld und Scheitern, um ein faires Miteinander und den Erhalt der Natur bis hin zur tödlichen Flutkatastrophe. Ja, und auch die Frage, ob es nicht mehr gibt als das, was sich unter dem Mikroskop im Labor oder über das Teleskop im All nachweisen lässt.
Stell' dir vor, du bringst deine Idee mal anders rüber: ohne leere Worthülsen, ohne Fachausdrücke – so dass auch Teenies und Twens sich verstanden fühlen, die Marktfrau hinhört und der Handwerker im Blaumann. Die Uni Erfurt will jetzt dazu beitragen, genauer ihre Katholisch-Theologische Fakultät. Wer dort studiert, soll künftig auch lernen, religiöse Inhalte für Adressaten aufzubereiten, die nicht religiös sind. Ich finde das spannend – und das Prinzip könnte zu einem Modell werden für die Rede (auch) von Gott in einer modernen, fast religionslosen Gesellschaft.
Da ist noch viel Luft nach oben. Gerade erst hat Eugen Drewermann der Theologie ein mieses Zeugnis ausgestellt (und in diesem Punkt hat er mal weitgehend Recht): Sie pflege die Machtsprache einer gebildeten Schicht, "die nur noch zum Nachsprechen weitergegeben wird". Trost sei damit nicht mehr möglich – einer der schlimmsten Vorwürfe, den man einer Religion machen kann.
Hier will ein Kardinal "dem Völkerapostel sekundieren", da fordern Funktionäre allen Ernstes "eine breitere sakramententheologische Reflexion" über Liebesbeziehungen, dort fürchtet ein Bischof, das Wort Glaube vermittle nicht die volle Bedeutung des griechischen Begriffs "Kerygma". Ja, mag sein – aber hundertprozentige Präzision ist im Atomkraftwerk, im Cockpit und am OP-Tisch angesagt, wahrscheinlich auch im theologischen Doktorandenseminar des Elfenbeinturms Uni. Doch im Gespräch mit Patienten und Passagieren ist dann vor allem Verständlichkeit gefragt, ebenso wie auf Plätzen und in Massenmedien. Also Fachsprache bitte nur da, wo unbedingt nötig – und Alltagssprache immer da, wo möglich.
Stell' dir vor, du hast eine tolle Botschaft und sprichst die Sprache der Menschen … So verstandene Theologie könnte nicht nur in Erfurt Schule machen. Schlicht und einfach: Denn am Anfang ist das Wort.

Der Autor: Thomas Winkel ist Chef vom Dienst der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn.
Quelle des Textes: www.katholisch.de am 29.7.2021 Bild: pieter_bruegel_the_elder_the_tower_of_babel_google_art_project_cc0-gemeinfrei_wikimedia_pfarrbriefservice.jpg

Das Diözesanforum Seniorenarbeit hat einen neuen Vorstand gewählt

Auf der Diözesanversammlung trafen sich am 13.07.2021 die Dekanatsprecher*innen der Seniorengruppen aus dem Bistum Osnabrück und stärkten ihre Ehrenamtsvertretung auf Bistumsebene durch eine einstimmige Wahl des neuen Vorstands.
Im Vorstand sind nun
- Hiltrud Roelfes (EL-Süd)
- Herman Schröder (EL-Mitte)
- Beate Kulmann (OS-Stadt)                          
- Johanes Telkman (Bentheim) und aus unserem Dekanat - Stephan Fielers aus Emden.
Ergänzt wird der Vorstand durch Monika Sewöster-Lumme (CKD) und Vertretung des AK Altenpastoral
und Christiane van Melis (BGV-Seelsorgeamt) mit der Geschäftsführung. Der Vorstand vertritt ca. 300 Seniorengruppen im Bistum und setzt sich für die Wertschätzung der Glaubens- und Lebenserfahrung der Senioren im Bereich der Kirche ein. Engagiert wurde beraten, wie die Seniorenarbeit vor Ort nach dem coronabedingten Rückzug wieder in die Begegnung geführt werden kann.

Auf www.katholisch.de findet sich am 24.Juni ein interessantes Interview mit Ragina Laudage-Kleeberg aus dem Bistum Essen, die ein spannendes Internetportal auf den Weg gebracht hat: www.kirchenkrise.de 

Die Kirchenkrise auf den Punkt bringen: Neues Fragenportal geht online

Fragen können helfen, ein Problem genauer zu erkennen. Das gelte auch in der Kirchenkrise, sagt Regina Laudage-Kleeberg und hat dafür ein eigenes Onlineportal eröffnet. Im Interview erzählt sie, was sie sich von einer Kirche erhofft, die sich selbst hinterfragt.
Regina Laudage-Kleeberg ist überzeugt: Es gibt viele frustrierte Gläubige, die ihrer Kirche in der Krise gerne das ein oder andere sagen würden – aber die Hürde der offiziellen Kommunikationswege ist oft zu hoch. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit im Bistum Essen hat die Religionswissenschaftlerin deshalb das Onlineportal "kirchenkrise.de" auf den Weg gebracht. Dort kann jeder formulieren, was er die Kirche und ihre Amtsträger schon lange fragen wollte. Im Interview mit katholisch.de spricht Laudage-Kleeberg darüber, warum sie die Aktion nicht als Abrechnung versteht, sondern als neuen gesprächsbeginn.
Frage: Frau Laudage-Kleeberg, auf Ihrer neuen Seite "kirchenkrise.de" schreiben Sie, dass sie sich immer noch Antworten von der Kirche erhoffen. Liegt nicht gerade hier das Problem, dass die Kirche viel zu lange eindeutige Antworten gegeben hat und definieren wollte, was der Wille Gottes, was richtig und was falsch ist?
Laudage-Kleeberg: Ja, da haben Sie recht. Es gibt eine Vielzahl von überreglementierenden Antworten aus der katholischen Kirche. Aber was es nicht gibt, sind zufriedenstellende Antworten. Und auf solche warte ich immer noch, das versuche ich zu sagen. Viele Menschen sind, glaube ich, ziemlich vereinzelt mit ihrem Frust und mit ihren Fragen an die katholische Kirche. Meine Hoffnung ist, dass Fragen dazu führen könnten, deutlich zu machen: Ich will übrigens noch was von dir. Ich stelle jemandem ja keine Frage, um ein Gespräch zu beenden. Sondern ich stelle die Frage, weil ich ein Gespräch führen oder sogar neu beginnen will.
Frage: Viele der Fragen, die in der kirchlichen Reformdebatte diskutiert werden und die vermutlich auch auf Ihrer Seite auftauchen werden, sind ja seit Jahrzehnten sehr ähnlich. Warum dringen sie in der Amtskirche so wenig durch?
Laudage-Kleeberg: Ich glaube, die Fragen dringen heute mehr durch als etwa noch vor 30 Jahren. Ganz viele Menschen in der katholischen Kirche haben den Veränderungsdruck klar erkannt und ich habe den Eindruck, da sind heute auch Bischöfe dabei, die das sehr genau verstanden haben. Auf der anderen Seite gibt es aber eine – ich sage mal – klammernde Faust aus dem Vatikan oder aus bestimmten konservativen Kreisen, die es verhindert, dass die Kirche in diesen Fragen vorankommt. Das Ergebnis dieser katastrophalen Situation ist, dass die Menschen ihre Freiheit ernst nehmen und gehen. Die Kirchenkrise, in der wir stecken, ist allen sehr bewusst. Daher musste ich doch etwas schmunzeln, dass die Internetadresse "Kirchenkrise" noch nicht mal vergeben war.

Weiterlesen: Kirchenkrise

Wieder Personalveränderungen im Dekanat

Das Personalkarussell dreht sich weiter. EIne nächste Maßnahme ist, dass Pastor Marco Risse zum 1.Oktober 2021 zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Twist mit den Katholischen Kirchengemeinden St. Georg, Twist / St. Ansgar, Twist / Heilig Kreuz, Twist-Rühlermoor und die Pfarreiengemeinschaft Schöninghsdorf/Hebelermeer mit den Katholischen Kirchengemeinden St. Franziskus, Schöninghsdorf / St. Vinzenz von Paul, Hebelermeer ernannt ist. Von daher wird er Esens, wo er seinen Wohnsitz hat, und insgesamt die Pfarreiengemeinschaft "Küste" verlassen. Das Dekanat wünscht ihm noch eine sommerlich intensive Abschiedszeit an der Küste und dann einen guten Start in die neuen Aufgaben im katholischen Emsland!

Des weiteren wird Pastoralreferent Hans-Jürgen Dicke, Krankenhaus- und Altenheimseelsorger in Leer im Juli in den Ruhestand gehen. Auch ihm für die neue Lebensphase Gottes Segen und interessante weitere Erfahrungswelten für die folgenden Jahre.
Für beide Stellen ist eine Nachfolgeregelung in Aussicht gestellt.

 

Ökumenische Initiative „Ich brauche Segen“

Die Pandemie bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Viele sehnen sich nach Kraft, Ermutigung und Momenten zum Durchatmen. Ein Segen ist so eine Kraftquelle – eine erlebbare Verbindung zwischen Himmel und Erde.
Die ökumenische Initiative „Ich brauche Segen“ möchte in dieser Zeit neue Kraft spenden und mitten im Alltag „Segenstankstellen“ aufstellen. Ein goldfarbener Aufkleber mit dem schlichten Satz „Ich brauche Segen“ führt über einen QR-Code, bzw. die Internetseite www.segen.jetzt auf Segensworte, die gelesen oder als Audio zugesprochen werden können - und Menschen spüren, wie gut ist es ist, ein Wort des Zuspruchs und der Bestärkung, der Ermutigung und der Zuversicht gesagt zu bekommen.
Segen ist Gottes ermutigendes Wort an jede und jeden von uns. Segen macht die gute Botschaft Gottes für jeden Menschen spürbar und ist ein Ausdruck der Bekräftigung auf unseren vielfältigen Wegen und in den unterschiedlichen Situationen im Alltag. Die bundesweite ökumenische Aktion „Ich brauche Segen“, die auch unser Bistum unterstützt, möchte mit Segensaufklebern und kleinen Segensplakaten Segen schenken und zusprechen. Das geschieht über einen QR-Code, der auf die Website www.segen.jetzt leitet. Hier gibt es dann lesbar und auch hörbar verschiedene Segenssprüche. Diese Aufkleber und Plakate sind so etwas wie „Segenstankstellen“ im Alltag. Sie können an verschiedenen Orten zu finden sein, z.B. beim Bäcker oder der Eisdiele, an einem Auto oder Fahrrad, an einer Laterne, dem Gemeindeschaukasten oder der Kita-Tür, … Der Segensaufkleber kann aber auch an konkrete Menschen verschenkt werden, die gerade jetzt so ein Segenswort brauchen. Die Gemeinden erhalten Anfang Juni eine geringe Anzahl von Segensaufklebern und Mini-Plakaten. Weitere Aufkleber und Mini-Plakate können direkt über die Homepage der Marburger Medien erworben werden (www.shop.marburger-medien.de). Hier finden sich auch weitere Informationen und Material zur Aktion.

Visitation 2021 in Ostfriesland

Die Visitation von Weihbischof Johannes Wübbe in unserem Dekanat geht weiter. Ende Mai ist er an der Küste, im Juni in der PG Leer-Weener-Oldersum und dann in Emden und auf Borkum und zum Schluß in der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt. Es gibt jeweils Gespräche mit den Gremien, einzeln mit den hauptamtlichen MitarbeiterInnen, es finden ökumenische Besuche statt und natürlich auch Firmungen. An der Küste, aber auch in anderen Gemeinden Ostfrieslands wird der Firmgottesdienst in diesem Jahr in den in der Regel größeren evangelischen Kirchen stattfinden, damit auch alle Firmwilligen mit einigen Familienmitgliedern gemeinsam Platz haben und ihre Firmung feiern können. Coronabedingten Regeln zufolge wäre dies in den katholischen Kirchengebäuden nicht möglich. Somit ist diese Zeit auch ein Zeichen für die Ökumene, die zeigt, wie weit wir im selbstverständlichen MIteinander doch schon sind. Nirgendwo gab es Vorbehalte dagegen, dass ein katholischer Bischof in einer Amtsfunktion in einer evangelischen Kirche Eucharistie feiert und das Sakrament der FIrmung spendet. Mag es in höheren theologischen Fragen auch noch hakeln - an der Basis ist man schon längst weiter. Unbenommen davon ist natürlich der theologische Dialog wichtig und muss geführt werden, damit das MIteinander auf festem Fundament steht, aber das konkrete Tun vor Ort gibt diesem Dialog auch Feuer. Nach allen Besuchen wird es zum Abschluß eine Dekanatspastoralkonferenz geben, in der der Weihbischof mit den Hauptamtlichen die Erfahrungen und Ergebnisse seiner Besuchsreise reflektiert. Die Tradition der Visitationen alle vier Jahre entweder durch den Bischof oder den Weihbischof soll das Miteinander der Ebenen stärken, soll gegenseitiges Hören und Verstehen lehren und fühlen lassen, dass wir, Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Kirchenleitung alle Kirche sind und Kirche bilden.

Fit fürs Predigen

Bistum bietet Kurse für Frauen und Männer an / Predigtwoche „Wir verkünden das Wort“ kommt im September

Das Bistum Osnabrück will verstärkt Frauen und Männer in der Feier des Gottesdienstes sicht- und hörbar machen. Im Vorfeld der Aktion „Wir verkünden das Wort“, die im September stattfinden wird, gibt es deshalb Predigtwerkstätten, die allen Interessierten offenstehen.
Die Teilnehmenden lernen so die Grundkenntnisse der Predigtlehre und verschiedene Zugänge zu biblischen Texten kennen. In kleinen Gruppen geben und erhalten sie Rückmeldung auf ihre Ideen und bekommen Tipps für die Gestaltung in der Gemeinde.
Das Angebot umfasst fünf Kurse, die digital und wenn möglich auch in Präsenz stattfinden. Es wird von der Frauenseelsorge im Bistum und dem Bereich Liturgie in Zusammenarbeit mit dem Bibelforum Haus Ohrbeck organisiert. Die Kurse finden in der Zeit zwischen dem 12. April und 20. Juli statt und haben jeweils drei, beziehungsweise vier Termine.
Die Predigtwerkstätten sollen zur Teilnahme an der Aktion „Wir verkünden das Wort“ ermutigen: Ehren- und hauptamtlich Engagierte sind vom 12. bis zum 19. September dazu aufgerufen, in Gottesdiensten das Wort Gottes auszulegen. Die Aktion baut auf den Erfahrungen der Aktion „Frauen verkünden das Wort“ auf, die im vergangenen Jahr im Bistum Osnabrück stattfand und bei der mehr als 80 Frauen in rund 130 Gottesdiensten predigten.
Weitere Infos auf der Internetseite: www.bistum.net/wvdw2021

AG der Pfarrgemeinderäte protestiert

Die AG der PGR im Dekanat Ostfriesland hat Ende der vergangenen Woche in einem Brief an Bischof Bode das Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare kritisiert und eine Änderung verlangt. Unverständnis, aber auch ein Angriff auf die neue Bewertung von Sexualität und Beziehungen im Prozess des "synodalen Wegs" zeigen sich im Schreiben aus Rom, das so nicht stehen bleiben kann. Hier der Brief im Wortlaut zum download

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Matthias Sellmann: Was fehlt, wenn die Christen fehlen? - Religiöser Buchtipp des Monats April 2021

Der Bochumer Theologe Matthias Sellmann versucht in diesem Buch, Christsein so auf den Punkt zu bringen, dass für Christen und Nicht-Christen deutlich wird, welche Lücke das Christentum hinterlassen würde, wenn es verschwindet. Dreh- und Angelpunkt für seinen Gedankengang sind die Aufgaben, die jeder Mensch zu bewältigen hat: erwachsen werden, einen Beruf ergreifen, eine*n Partner*in finden, mit Schicksalsschlägen klarkommen usw. Dabei sind alle Menschen auf Hilfe angewiesen; niemand kann das allein. Das Christentum kann eine solche Hilfe sein, weil es wichtige Kompetenzen dafür vermittelt.
Die Kurzformel christlicher Lebensweisheit
Die Kurzformel, die Sellmann für die Lebensweisheit Christentum ausgebrütet hat, hört sich beim ersten Lesen etwas sperrig an: „Christsein ist eine bestimmte, nämlich geistliche Form von Klugheit (phronesis). Diese Klugheit motiviert zu drei Kompetenzen, die sich im Vollzug dauernd wechselseitig ergänzen: immer weniger wegrennen (physis); aus sich herauskommen (kenosis); Kraft von außen aufnehmen (dynamis).“
Die Kurzformel basiert auf einer Passage aus dem Paulus-Brief an die Philipper (Phil 2,5-11: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest ...“). Daher stammen auch die griechischen Worte, auf die Sellmann nicht verzichten möchte. Er illustriert sie außerdem am Beispiel dreier Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Dietrich Bonhoeffer, Chiara Lubich und Madeleine Dêlbrel.
Und weil das gedruckte Wort heute allein nicht ausreicht, hat Sellmann mit dem Bochumer Zentrum für angewandte Pastoral die Kurzformel in Musik gefasst, eine Talkshow dazu produziert (beides auf youtube) und – tatsächlich! – Düfte entwerfen lassen. Die dem Buch beiliegende Karte duftet z.B. nach geistlicher Klugheit. Sie werden überrascht sein, wie frisch das riecht!
Anstoß für die Suche nach der eigenen Formel
Es sei nicht verschwiegen, dass die Lektüre eine gewisse Anstrengungsbereitschaft verlangt. Denn die Sprache schillert zwischen dem lockeren Stil eines Blogs und der Sprache eines Menschen, der leidenschaftlich Theologe und Sozialwissenschaftler ist. Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich in das Buch zu vertiefen, denn es trägt dazu bei, das Wesentliche des Christseins nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht inspiriert die Sellmannsche Kurzformel ja Leser*innen dazu, ihre eigene Formel zu entwickeln. (Borromäusverein)
Matthias Sellmann: Was fehlt, wenn die Christen fehlen?. Eine „Kurzformel“ ihres Glaubens. - Würzburg: echter 2020. - 128 Seiten; 9,90 €   Bild: Cover_202104_by_echter_verlag_by Pfarrbriefservide.de Text: Borromäusverein in: Pfarrbriefservice.de

KJO Freizeiten 2021 gehen von Durchführbarkeit aus

Das Dekanatsjugendbüro und die KJO-Verantwortlichen planen aktuell  das "KJO Pfingstzeltlager" und die "KJO Sommerfreizeit" soweit es geht, erstmal ganz normal und hoffen sehr, dass diese auch stattfinden können. Auf Ihrer Webseite schreiben sie: "Wir alle wissen um die Unsicherheit und Unplanbarkeit der aktuellen Situation rund um Corona. Dennoch möchten wir an unseren Freizeiten, die uns so viel bedeuten, festhalten, da wir das genau so gerne machen wie ihr gerne dabei seid! .."
Ab dem 20. Januar sind Anmeldungen auf den bekannten Wegen möglich. Wenn es Neuigkeiten gibt, erhalten die Angemeldeten dies per Mail oder können es auf der Homepage der KJO einsehen: www. kjb-ostfriesland.de
Das Pfingstzeltagerteam hat ein Vorbereitungstreffen für das Wochenende nach Ostern angesetzt. Spätestens danach werden die Verantwortlichen sich melden und über die aktuelle Situation informieren.

 

Wieder Taschen, Stolen, Buchhüllen aus Hungertüchern

Vor drei Jahren hatten wir an verschiedenen Orten im Dekanat Ausstellungen mit den bisher erschienenen MISEREOR-Hugertüchern. In Zusammenhang damit wurden viele der alten, großen und nicht mehr gebrauchten Hungertücher genutzt, um daraus Taschen, Buchhüllen und auch Stolen zu schneidern. Dies geschah in den Nähwerkstätten der sozialen Kaufhäuser und erfüllte damit einen doppelten Zweck: Übung für die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Einnahmen für die sozialen Kaufhäuser, die zwar auch durch die Arbeitsämter/Jobcenter unterstützt werden, aber eben auch selbst einen Teil erwirtschaften müssen. Jetzt sind wieder neue Produkte entstanden, die man direkt über Stefanie Holle, Geschäftsführerin der Caritas Ostfriesland bestellen kann. Auf Wunsch werden auch wieder Stolen angefertigt. Dazu setzen Sie sich bitte direkt mit Stefanie Holle in Verbindung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

#beziehungsweise: jüdisch und christlich –näher als du denkst!

Im Jahr 2021 können wir auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zurückblicken. Aus diesem Anlass wird es ein Festjahr geben, an dem die Kirchen sich mit der ökumenisch verantworteten Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich -näher als du denkst“ beteiligen. Diese möchte dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen. Auch und gerade im Blick auf die Feste wird die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer gelenkt werden. Aktuell finden wir uns dabei in einer gesellschaftlichen Situation wieder, die durch ein Erstarken von Antisemitismus und weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägt ist. Übergriffe gegen jüdische Bürger*innen, Hetze und Verschwörungsmythen in den Sozialen Medien nehmen weiterhin zu.In einer respektvollen Bezugnahme auf das Judentum, die zur positiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland anregt, will die Kampagne auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus leisten.Das Bistum Osnabrück unterstützt diese Kampagne. Von Januar 2021 bis Januar 2022 werden im monatlichen Wechsel Plakate zur Veröffentlichung in Schaukästen oder an Schwarzen Brettern zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden Sie unter: https://bistum-osnabrueck.de/beziehungsweise-juedisch-und-christlich-naeher-als-du-denkst/

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